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IchZeit Rheinland Pfalz
21.08.2014 von:
21
Aug
Manes Meckenstock
von

Weinreise ins Welterbe Teil 4

Tag 1, Tag 2 und Tag 3 meiner Weinreise ins Welterbe liegen hinter mir und waren äußerst ereignisreich. Was mag also noch kommen…?

Die Sonne scheint immer noch und für mich heißt es Abschied nehmen. Der wird mir schwer gemacht, als ich durch Rhens fahre. Mein Gott, ist das eine schöne Altstadt.

Auf dem Rückweg erfülle ich mich noch einen Wunsch: die Besichtigung von Schloss Stolzenfels bei Koblenz. Direkt gegenüber der Lahn-Mündung in den Rhein liegt das herausragende Werk der Rheinromantik. Der damalige preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm IV. bekam von der Stadt Koblenz eine Burgruine geschenkt, die er sich von Schinkel zu seiner Sommerresidenz umbauen ließ. Allein schon der Weg durch den Landschaftspark hinauf ist märchenhaft.  Eine Führung empfiehlt sich: ein Teil der Inneneinrichtung ist erhalten geblieben, wie die Gemächer der Königin oder die Rittersäle.  Der kleinere ist mit aufwändigen Wandmalereien versehen, die die ritterlichen Tugenden darstellen – der größere wird dominiert von einer langen Tafel und Ritterrüstungen.

Wie winzig die damals waren: ich würde heute noch nicht mal mit der linken Wade in eine solche Büchse passen. Schloss Stolzenfels wurde in die Bundesgartenschau 2011 mit einbezogen und  der Schlossgarten wieder so angelegt, wie ihn der Gartenbaumeister Lenné ursprünglich geplant hatte. Und hier sitze ich nun, höre das Wasser plätschern und mir wird, wie die letzten Tage schon oft bewusst, warum dieser Romantische Rhein zum Welterbe gehört.

Ich komm gerne wieder, um dieses Erbe zu genießen, und hab mir ein paar Fläschchen als Erinnerung mit nach Hause genommen. Ein paar süffige Sofaweine, die Sie auch als Probier-Paket bestellen können!

Probier-Paket Mittelrhein

Weingut Joachim Lorenz, Boppard
2013 Bopparder Hamm Mandelstein, Riesling feinherb

Weingut Matthias Müller, Spay
2013 Bopparder Hamm Feuerlay, Riesling Spätlese

Weingut Albert Lambrich, Oberwesel-Dellhofen
2013 Oberweseler Römerkrug, Riesling Spätlese halbtrocken

Preis pro Paket (3×2 Flaschen inkl. Porto): 49 €
Bestellung an  guido.hoenig@romantischer-rhein.de



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20.08.2014 von:
20
Aug
Manes Meckenstock
von

Auf Weinreise ins Welterbe Teil 3

Tag 1 und Tag 2 meiner Weinreise ins Welterbe liegen bereits hinter mir, jetzt geht es weiter mit Tag 3. Et Sönneken scheint wieder, und irgendwie kann es kein Zufall sein, dass sich Rhein, Wein und Sonnenschein reimen.

Wir fahren mit dem Boot rheinabwärts – die Fahrt macht Spaß. In Braubach erklimmen wir den Berg zur Marksburg, die einzig nicht zerstörte Höhenburg am  Rhein. Sie ist Sitz der Deutschen Burgenvereinigung und in der Anlage befindet sich ein malerischer Garten, der nach mittelalterlichem Vorbild angelegt ist. Eine Führung ist empfehlenswert: das ritterliche Leben lässt sich nachfühlen, und ich lerne noch viel über die deutsche Sprache, wo nämlich verschiedene Ausdrücke herkommen.

Auf der Rückfahrt machen wir Stop in Spay, einem typischen Rheindorf, das touristisch noch nicht so erschlossen ist. Mit seinen Fachwerkhäusern und seiner Atmosphäre wirkt es trotzdem einladend. Dann mittendrin ein starker Kontrast: das Weingut von Matthias Müller. Der Winzer des Jahres 2012 hat das 300-jährige Weingut seiner Vorfahren in die Gegenwart geführt, mit Unterstützung seiner Familie. In zeitgenössischer Architektur und ansprechendem  Ambiente lassen sich hier die edlen Weine verkosten. So sieht der moderne Mittelrhein aus.

Gute Weine sind hier keine Seltenheit mehr – ähnlich wie die Unterkunft. Drei Hotels werden in der Pauschale angeboten – alle drei sind gut mit einem unterschiedlichen Angebot: In St. Goar liegt das Hotel Landsknecht, ein schönes Haus mit komfortablen Zimmern. Die Lage ist eine Sensation – direkt am Rhein. Wenn man hier auf der Terrasse am Wasser sitzt, hat man als Nichtschwimmer das Gefühl, man müsse die Schwimmflügelchen anziehen :-). Darüber hinaus bietet das Haus noch einen weiteren Vorteil: der Mann der Chefin heißt Joachim Lorenz, ist Winzer – www.lorenz-weine.de, so dass man es vom leckeren Wein nicht weit ins Bett hat.

Das zweite angebotene Haus ist der Weiße Schwan in Braubach. Karoline König-Kunz (der Name ist echt und keine Erfindung von Rosamunde Pilcher) hat das künstlerische Können ihrer Eltern geerbt und hat die denkmalgeschützten Häuser in kleine Kostbarkeiten verwandelt. Dafür wurde das Ensemble auch zum besten Landgasthaus 2013 im deutschsprachigen Gebiet gewählt. Ein naturbelassener Garten von besonderer Schönheit, Gasträume mit antiken Möbeln und gemütlichen Ecken ziehen mich sofort in ihren Bann. Die Gästezimmer sind Themen zugeordnet, die Möbel historisch, entsprechen aber trotzdem dem zeitgemäßen Standard.

Das dritte Hotel ist der Eiserne Ritter, in dem ich unterbracht bin. Schwerpunkt ist hier eine herausragende Küche. Im Ritter vollzieht sich gerade ein Generationswechsel. Der Vertreter der sechsten Generation ist Stefan Mayer, der sich mit René Klütsch Unterstützung an den Herd geholt hat. Und was dieser auf den Teller bringt, verblüfft selbst mich als verwöhnten Düsseldorfer. Regionale Produkte werden mit internationalen Zutaten so angereichert, dass sie ihre Ursprünglichkeit bewahren und zu einem Geschmackserlebnis werden. Bodenständig und auf höchstem Niveau, so was würde ich mir häufiger wünschen. Lange kann es nicht mehr dauern, bis hier ein Sternchen am Küchenhimmel blinkt.

Dazu noch die Weine der Spitzenwinzer vom Mittelrhein – so gut habe ich schon lange nicht mehr gegessen und getrunken! Und es bleibt bezahlbar!!!
www.eiserner-ritter.de/restaurant/speisenkarte



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19.08.2014 von:
19
Aug
Manes Meckenstock
von

Auf Weinreise ins Welterbe Teil 2

Den ersten Tag meiner Weinreise durchs Welterbe habe ich erfolgreich hinter mich gebracht und  starte jetzt frohen Mutes zu Tag 2:

Et Sönneken lacht und ich mache das, was zum Pflichtprogramm eines jeden Boppard-Besuchers gehört: mit dem Sessellift fahre ich hoch zum Gedeonseck. Fast 240 Höhenmeter überwindet dieses Transportmittel, das nicht unbedingt mein Vertrauen genießt. Passiert ist  noch nix, aber ich spiele für mich sämtliche Horror-Szenarien durch, fühle mich hilflos und werde immer leicht panisch, wenn das Körbchen eine Bodenstütze passiert. Über Reben schweben habe ich mir anders vorgestellt 🙂

Einen Vorteil hat die Fahrt: sie wirkt verdauungsfördernd und die Rückfahrt bergabwärts ist deutlich entspannter, weil ich dem Abgrund ins Gesicht blicken kann. Das Paket beinhaltet übrigens einen kostenlosen Fahrrad-Verleih und diese Räder können auch kostenfrei mit auf den Berg genommen werden.

Oben angekommen entschädigt die Aussicht für alles. Der Blick auf die Rheinschleife ist grandios – eine solche Kulisse bekommt selbst Hollywood nicht nachgebaut. In dieser Krümmung liegt der berühmte Bopparder Hamm, eine der bekanntesten Lagen des Mittelrheins. Zu 90 % wird hier Riesling angebaut, und um die hohe Qualität dieser typischsten deutschen Traube gewährleistet zu wissen, haben sich die Winzer zu einer Riesling-Charta zusammen geschlossen. In den Steilhängen wird nach alter Tradition im Terrassenbau und mit mühevoller Handarbeit dieser elegante Wein hergestellt.

Wieder im Tal angekommen mache ich mich auf nach Boppard-Holzfeld zum Ziegenhof. Glückliche Geissen und Böcke in natürlicher Umgebung liefern Regina von Hilchen das, was sie braucht, um erstklassigen Käse herzustellen. Dem Produkt schmeckt man es an: wundervoll würzig kommen die Hippenkäse rüber – großartig!

Und weil sich eine Region ja immer über Essen und Trinken erschließt: probieren Sie dazu einen hausgemachten Mostert der Bopparder Öl- und Senf-Mühle (Honig- und Pflaumensenf haben es mir besonders angetan), machen sich noch ein leckeres Fläschchen Süßwein auf und die Landschaft wird noch schöner  🙂

Die kann man besonders von der Burg Rheinfels genießen. Hoch über St. Goar thront die Befestigungsanlage, die von den Truppen des französischen Sonnenkönigs zerstört wurde. Auch als Ruine bietet Rheinfels immer noch ein beeindruckendes Bilder einstiger Macht. Und  die Aussicht ist einfach nur großes Kino!

Und wo ich schon mal in der Kante bin, möcht ich nun doch die Loreley sehen. Ein wuchtiger Felsen ragt aus dem Rhein heraus, umschifft von Booten mit knipsenden Touristen. Direkt gegenüber ein Camping-Platz. Wie schrieb Heine so schön: „ich weiß nicht, was soll es bedeuten…“

Zum Abschluss eines schönes Tages kehren wir in der Philipps-Mühle ein. Ausnehmend idyllisch kommt dieses Örtchen rüber – eine funktionsfähige Mühle, die noch betrieben wird. Während das Rad seine Runden dreht, kann man sich in einem malerischen Biergarten mit rustikaler Regionalküche verwöhnen lassen. Und dazu spitzenmäßigen Wein trinken – den machen des Müllers Söhne: Thomas und Martin Philipps. Die beiden Jungs haben sich mit zwei weiteren Kumpels zusammen getan und nennen sich die Gipfelstürmer. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, alte Lagen zu rekultivieren und dieses Kulturgut zu retten, und dies machen sie auch mit soviel Herzblut und Enthusiasmus, dass man gerne ein Gläschen mehr für diesen unterstützenswerten Zweck trinkt. Rettet die Schteieieieillllage! Damit es keine Mission Impossible wird, unterstütze ich dieses Projekt von Herzen gerne.

Wir haben Euch ein Probier-Paket parat gemacht, das ich Euch mit gutem Gewissen empfehlen kann! Und die Jungs kommen Euch preislich noch SEHR entgegen!!!

 

Probier-Paket Gipfelstürmer
Weingut Philipps-Mühle, St. Goar

2013 Steilhang Riesling trocken

2013 St. Goarer Burg Rheinfels Riesling trocken

Weingut Sebastian Schneider, Bad Hönningen 

2013 Steillagen Riesling trocken

2013 Grauburgunder S vom Münchberg trocken

Weingut Pieper, Königswinter

2013 Riesling Classic

2013 Weißburgunder trocken

 

Preis pro Paket (6 Flaschen inkl. Porto): 44 €

Bestellung an  guido.hoenig@romantischer-rhein.de



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14.08.2014 von:
14
Aug
Manes Meckenstock
von

Auf Weinreise ins Welterbe Teil 1

Früher in der Schule hab ich bei der Loreley gerne weg gehört – bei Wagners Rheingold bin ich weg gelaufen. Jetzt darf ich dorthin, wo der Mythos seinen Ursprung hat, um ein Angebot zu testen: Die „Weinreise ins Welterbe“.

Tag 1:

Ziel meiner Reise ist Boppard. Ich entschließe mich mit dem Zug hinzufahren; gilt der Romantische Rhein doch als eine der schönsten Bahnstrecken der Welt.

Von Bonn bis Bingen zieht sich dieses Weinanbaugebiet – sehenswert wird es erst hinter Königswinter/Remagen. Steile Schieferhänge, weltbekannte Lagen und eine Burg nach der anderen. Erst jetzt wird mir bewusst, warum die Unesco 2002 dieses Mittelrheintal zum Welterbe ernannt hat – und ich hab plötzlich ein Rheinlied im Ohr: „einmal am Rhein…“

Als ich in Boppard aus dem Bahnhof komme, liegt direkt gegenüber das Weingut Heilig Grab – na, wenn das mal kein Omen für die nächsten Tage ist ;-). Ich entschließe mich zu einem Spontan-Schoppen im wunderschönen Biergarten und habe sofort das Gefühl, jo, ich bin angekommen.

Und dann gucke mir das Städtchen an. Boppard gilt als die Perle des Mittelrheins, und das zu recht. Die Stadt ist nämlich bewusst mit ihrem historischen Erbe umgegangen. Aus der Römerzeit stehen noch die Restmauern eines alten Kastells, ein Teil der mittelalterlichen Stadtmauer, der Säuerlingsturm, ist an anderer Stelle wieder aufgebaut worden, als er für den Bahnhof weggerissen werden sollte, und alte Häuser mit wundervollen Fassaden strahlen Gemütlichkeit und Geborgenheit aus.

Eine solch gelungene Stadtplanung würde man sich andernorts wünschen. Sogar der Rathausplatz ist mit einem Brunnen so gestaltet, dass man sich gerne mal auf´s Bänkchen setzt, um die Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Und wem das noch nicht Einkehr genug ist, der kann in die Severuskirche gehen, die bekannt ist für ihre Fresken und wunderschönen Buntglas-Fenster.

Besonders gelungen fand ich die Rheinufer-Promenade: Essen & Trinken, Flanieren oder Fahrrad-Fahren, hier ist alles nebeneinander möglich. Schmuckvolle Hotels und alte Gründerzeit-Villen sorgen für eine schöne Ansicht.

An den Anlegern stoppen die Kreuzfahrtschiffe und ergießen die Asiaten und Amerikaner in die Altstadt. Anfangs dachte ich, ein Karnevalsverein käme mir entgegen, so laut, bunt und schrill kenne ich die Umzüge bei uns, aber es waren nur US-Bürger, die alles „amazing’“ fanden. Wahrscheinlich ist es auch „great“ als Gruppe die engen Gassen zu blockieren und die Shops zu stürmen. Souvenirs sind angesagt: von Omas Steingut-Bowle mit Burgmotiven über Handschellen bis hin zur Holz-Madonna, na, wenn das kein himmlisches Angebot ist. Und einen Christmas-Shop, den gibt’s auch – schöne Bescherung! Da kommt bei mir kein „Feeling“ auf – mir reicht Weihnachten einmal im Jahr und ich mache mich auf zum Hotel!

Zum Eisernen Ritter ist ein familiengeführtes Haus im Stadtteil Weiler, jenseits des Touristen-Trubel. In der fünften Generation führen Cornelia und Josef Mayer ihren Ritter und diese Erfahrung spürt man. Ich bekomme ein Komfort-Zimmer, zeitgemäß eingerichtet und weiß, dass ich mich die nächsten Tage hier wohlfühlen werde…

(Fortsetzung folgt)



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18.06.2014 von:
18
Jun
Manes Meckenstock
von

Mosel-Weinfreunde: Urlaub im Herzen der Mosel

Vor 30 Jahren hat´s mich für eine Fortbildung an die Mosel verschlagen: Vier Wochen Trier im Januar. Lebendig ist anders! Nach ein paar Tagen hatte ich mich dann aber doch eingefühlt und lernte das Moselland zu schätzen, mit all seiner Widersprüchlichkeit:

Die Landschaft lieblich und schroff – die Leute freundlich, aber doch distanziert – der Wein süß und säuerlich zugleich.

Jetzt darf ich wieder hin, um das Mosel-Weinfreunde-Arrangement zu beschreiben:

„Im Herzen der Mosel“.

 Auf dem Weg dorthin erfülle ich mir einen Wunsch und besuche die Burg Eltz. Sofort bin ich in einer anderen Welt. Man durchläuft einen verwunschenen Wald und erwartet Hänsel und Gretel, beim Blick ins Eltztal glaubt man eine Zaubermühle klappern zu hören, und die Sicht auf die Burg versetzt einen in eine andere Sphäre. Es fehlt eigentlich nur noch Harry Potter, der auf seinem Besen das Gemäuer umkreist. Mit ihren Türmchen, Zinnen und Erkern wirkt die Feste wie aus einem Fantasy-Film. Da die Burg nie zerstört war, ist vieles erhalten geblieben – eine Führung ist Pflicht! Der schönste Raum ist für mich das Rübenacher Schlafgemach, das vollkommen mit Blüten und Blumenranken ausgemalt ist: schlummern wie auf Rosen gebettet! Auch die Schatzkammer macht ihrem Namen alle Ehre!

Auf der Weiterfahrt entscheide ich mich, noch einen drauf zu setzen. Ein gutes Stück weiter liegt das Örtchen Alf und hier führt einen der Moselsteig zum Aussichtsturm Prinzenkopf. Der mühselige Aufstieg lohnt sich: die Aussicht auf die Moselschleife ist spektakulär!

Beim Blick ins Tal wird mir bewusst, mit wie viel Mühsal und Kraxelei die Arbeit in der Steillage verbunden ist. Und ich frag mich: wie teuer müsste der Wein eigentlich sein, damit sich der Wahnsinnsaufwand überhaupt rechnet. Ich erfahre später 20, 25 € Minimum für die Flasche. Versuchen Sie das mal jemandem zu erklären, der sagt „Geiz ist geil!“ und Weine für zwei, drei Euro beim Discounter kauft. Vor 2000 Jahren begannen die Römer Wein an der Mosel anzubauen – hoffentlich bleibt uns die Kultivierung der Steillagen noch eine Weile erhalten.

Die Pauschale beinhaltet eine Verkostung auf einem Premium-Weingut, in unserem Fall bei Markus Molitor. In den Wehlener Weinbergen hat er das Haus Klosterberg übernommen und umfassend renoviert – dafür gab´s 2013 den Architekturpreis Wein.

Die Weinprobe findet in einem Saal statt, der an ein klösterliches Refektorium erinnert: hell, weiß, eine lange Tafel mit Stühlen – fertig! Keine Deko – Nix! Schon mit einer bunten Plastiktüte zerstört man den Gesamteindruck. Wir erfahren, der Winzer möchte, dass der Wein im Mittelpunkt steht und nicht das Drömeröm. Auch ein Ansatz 🙂 Darf man in einem so nüchternen Raum überhaupt trinken? Man darf, wenn auch nur in homöopathischer Dosis. Die Weine sind grandios und stellen das dar, was die moderne Mosel ausmacht: weg vom beliebigen Nacktarsch hin zur Einzigartigkeit.

Weiter geht’s ins Hotel: die Pauschale beinhaltet zwei Übernachtungen mit Frühstück im 3*-Superior-Hotel Zeltinger Hof in Zeltingen-Rachtig, ein familiengeführter Gasthof mit zeitgemäß-gemütlicher Einrichtung. Ich fühl mich direkt wohl.

Die abendlichen Menüs im selben Haus sind auch inklusive (davon später mehr) und so plumpse ich nach einem spannenden Tag satt und weinselig ins Bett.

(mehr…)



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23.04.2014 von:
23
Apr
Manes Meckenstock
von

Weinregion Pfalz – Die Weinstraße

Hätte Mörike die Mandelblüte in der Pfalz erlebt, sein berühmtes Gedicht hätte anders begonnen:

„Frühling lässt sein rosa Band wieder flattern durch die Lüfte,

süße, mandelfeine Düfte streifen ahnungsvoll das Land…“

Immer wieder tauchen blühende Bäume auf, als wir die Autobahn verlassen. Diese zarten rosa Farbkleckse entzücken nach den Wintermonaten, gleichzeitig wippen lichtgelbe Osterglocken in hellgrünem Gras, und der Himmel ist blau mit weißen Schäfchen-Wolken.

Kitschiger geht’s kaum – da hat das Tourismus-Büro bestimmt lange dran gebastelt 🙂

Meine Aufgabe  ist es, ein Pfälzer WeinReich-Angebot in Wort und Bild zu besprechen und zwar das der Südlichen Weinstraße. So beinhaltet die Pauschale u.a. das 3*-Hotel Castell in Leinsweiler, ein sauber-properes Haus mit einem ordentlichen Frühstück. Aber bevor Ihr nun weiterlest, kommen hier erst mal ein paar visuelle Eindrücke meiner Reise:

 

Aber zurück zum Text. Wir checken also ein und machen uns auf nach Landau, einer Kleinstadt, die mal französische Garnisonsstadt war. Vielleicht mutet sie deswegen so leicht und locker an mit ihrem großen Marktplatz und den luftigen Gebäuden. Besonders angetan hat es mir das Frank-Loebsche-Haus, ein historisches Gebäude mit einem Innenhof, der aus hölzernen Balkons besteht. Es erinnert eigentlich an eine Filmkulisse, ähnlich wie die Jugendstil-Festhalle.

Hier in Landau soll 2015 die Landesgartenschau stattfinden – eine gute Idee! Ein bisschen mehr Aufmerksamkeit wird diesem zauberhaften Städtchen gut tun.

Unsere nächste Station ist die Burg Landeck. Nach der dreistündigen Anreise mit dem Auto freut man sich, zu Fuß den Berg hoch zu laufen. Von der Burg ist nicht viel übrig geblieben – von der Aussicht schon. Einfach in die Ferne schweifen, mit Blicken und Gedanken, von hier oben geht es.

Wir entschließen uns, den Tag weinmäßig ausklingen zu lassen. In Klingenmünster ist das Weingut des VDP-Spitzentalents Andreas Porzelt, dessen Weißburgunder mir den Tag rund erscheinen lässt. Ich freu mich auf morgen :-).

Mit einem Rundgang durch Leinsweiler beginnen wir den Tag. Liebevoll führt uns Silke Schunck durch´s Dorf und verleiht diesem Kleckschen Erde eine gewisse Größe. Informativ aber nicht trocken erzählt sie vom Slevogt-Hof und der Dorfkirche, bringt einem die hausgemachten Wässerchen der Destillerie Große-Hartlage nahe und schöpft in der Schoko-Manufaktur Rebmann aus den Vollen. Leinsweiler wirkt plötzlich größer als es ist, und ich auch, denn an jedem Stop packt die Führerin eine Praline zum Probieren aus  :-).

Ein bisschen Kultur darf es auch an diesem Tag sein, und zwar ein Besuch der Villa Ludwigshöhe in Edenkoben. Die einstige Sommerresidenz König Ludwigs von Bayern wirkt mit ihrer Säulenfront wie ein toskanisches Anwesen und thront auf einer Anhöhe mit einem wundervollen Blick aufs Rebenmeer.

Mit Filzschluppen (!) durchstreift man den Prachtbau, ob der Adel damals mit ähnlich unwürdigem Schuhwerk über´s Parkett glitt?

Neben dem Werk des deutschen Impressionisten Max Slevogt kann man sich römisch nach-empfundene Wandmalereien und Mosaikböden ansehen. Mir haben es aber die alten Ölschinken der Pfälzer Fürsten angetan, und beim Anblick des damaligen Schönheitsideals fühle ich mich wieder schlank und schön für den Tag. Dieses Haus empfiehlt sich auch, wenn´s regnet – ähnlich wie das nahe gelegene Hambacher Schloss.

Besonders gespannt bin ich auf die Verkostung im VDP-Weingut Meßmer in Burrweiler. Dieses bietet sensorische Lichtweinproben an, das heißt man sitzt in einem Raum ohne Tageslicht, probiert seine Weine und stellt dann fest, dass unterschiedlich farbige Beleuchtung und Musik das persönliche Geschmacksempfinden verändern – sehr spannend!

Wir probieren draußen auf der Terrasse, auch schön. Bei trockenem Wetter sind mir Verkostungen an der frischen Luft lieber. Zum einen, weil ich denke, mehr zu riechen und zu schmecken, zum anderen, um mir dieses Gefühl zu ersparen, stark angeheitert an die Luft zu kommen. Die Weine sind großartig, und wir bekommen Hunger.

Also auf nach Pleisweiler-Oberhofen zu Reuters Holzappel. Das Lokal ist bekannt für seine gute Küche aus regionalen Produkten. Das Restaurant liegt in einem alten Fachwerkhaus mit idyllischem Innenhof. Die Einrichtung ist liebevoll zusammen gewürfelt, man fühlt sich wie in der guten Stube und hat das Gefühl, man könne die Schuhe ausziehen.

Das Essen ist klasse, die Weinbegleitung auch, und die Wirtsleute schaffen mit ihrer freundlichen Art eine herzliche Atmosphäre. Hierhin komm ich gerne wieder!

Spaß gemacht hat dieses Pauschal-Paket von der Südlichen Weinstraße, und als wir nach Hause fahren und an den blühenden Mandelbäumen vorbeikommen, hab ich wieder Mörike im Kopf:

„Frühling, ja du bist´s – dich hab ich vernommen!“



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13.03.2014 von:
13
Mrz
Manes Meckenstock
von
Kategorie: WeinReich-Botschafter,

Ich bin Euer WeinReich-Botschafter!

Hallöchen,

ich stelle mich Euch heute als neuer WeinReich-Botschafter vor. In diesem Jahr werde ich im WeinReich Rheinland-Pfalz für Euch unterwegs sein und über meine Reiseerlebnisse hier im Blog berichten.

Wenn Ihr mehr über mich erfahren wollt, dann schaut doch einfach mal in mein Profil!

Viele Grüße

Euer Manes

 



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Wein in Deutschland genießen - Auf Weinreise im WeinReich Rheinland-Pfalz.

Ob Weinprobe, Weinwanderung, die Kombination von Wein & Kultur , Urlaub auf dem Winzerhof oder Weinreise in einer derWeinregionen Deutschlands, das WeinReich Rheinland-Pfalz bietet Freude für Geist und Gaumen. Wein und Kulinarik werden aufs Beste in den Sterne-Restaurants oder beim Besuch einer Straußwirtschaft kombiniert