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IchZeit Rheinland Pfalz
7.01.2015 von:

Auf Weinreise an die Ahr – Tag 3

Nachdem ich an Tag 1 meiner Weinreise an die Ahr unter anderem den Rotweinwanderweg und die Veranstaltung Uferlichter und an Tag 2 – neben diversen Weinproben und weiteren Highlights – die beeindruckende Dokumentationsstätte Regierungsbunker zu Gemüte geführt habe, starte ich nun zu meinem letzten Tag im Ahrtal.

Wenn ich schon in einem Kurort bin, dann möchte ich auch ins Bad und besuche die Ahrthermen. Diese muten wie ein Raumschiff an, das hier gelandet ist. Eine eigene Quelle sorgt für das berühmte Mineralwasser. Aus vulkanischer Tiefe schießt es aus dem Boden, wird gereinigt und die Badelandschaft damit befüllt. So badet man bei fast schon karibischen 31° C Grad in warmem Süßwasser mit viel Kohlensäure und fühlt das sanfte Prickeln auf der Haut. Ich fühle mich wie eine Erdbeere in Sekt – warum in Champagner baden, wenn die Ahr liegt so nah :-). In verschiedenen Becken kann man sowohl innen als auch außen die Therme genießen, eine zusätzliche Saunalandschaft bereichert das Angebot. Vier Stunden kosten 13 € und sind ihr Geld wert.

Wellness und Entspannung in den Ahrthermen

Wellness und Entspannung in den Ahrthermen

Nach soviel Gesundheit gönne ich mir zum krönenden Abschluss noch das Gegenprogramm: eine Probe bei der Winzergenossenschaft Dagernova. Nach dem mittelalterlichen Namen für Dernau hat sich diese  Interessengemeinschaft benannt und setzt als Weinmanufaktur hohe Ansprüche an sich und ihre Produkte, zumal jede zweite Flasche, die an der Ahr verkauft wird, aus eine der drei Winzergenossenschaften kommt.

Thomas Monreal beginnt die Weinprobe mit Weißweinen – und das an der Ahr – und ich finde es spannend, als erstes Glas einen lebendigen und fruchtsüßen Kerner angeboten zu bekommen (der übrigens Klasse hat). Neue Wege möchte man damit gehen – Kellermeister Günter Schüller hat eine ganze Kollektion von Einsteigerweinen gekeltert, die auch einem erfahrenen Trinker Spaß machen. Ein sehr unterstützenswerter Gedanke: im Zeitalter von Alcopops die „Jugend“ mit süffig-sauberen Säften zu gewinnen.

Und auch hier verblüffen mich einige traumhafte Rotweine – das wäre vor zehn, zwanzig Jahren undenkbar gewesen! Ich freue mich riesig über diese Weiterentwicklung, und wenn Sie sich selbst ein eigenes Bild machen mögen: alles klar – ab an die Ahr!
Und wenn´s nicht so schnell klappt, haben wir für Sie ein paar Eindrücke in einem Probe-Paket zusammen gepackt…

Probe-Paket:

– Dagernova Weinmanufaktur, 2013 Ahr Spätburgunder trocken, 8,20 €

– Weingut Burggarten, 2013 Vulkangestein Spätburgunder trocken, 8,80 €

– Weingut Peter Lingen, 2013 EVOLUTION Spätburgunder trocken, 11 €

– Weingut H.J. Kreuzberg, 2013 Neuenahrer Spätburgunder, 17 €

Preis pro Paket (4 Flaschen inkl. Porto) 45 €

Bestellung an info@ahrwein.de.



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7.01.2015 von:

Auf Weinreise an die Ahr – Tag 2

Nach einem großartigen ersten Tag im Ahrtal, unter anderem mit Besuchen des Rotweinwanderwegs und der Veranstaltung Uferlichter starte ich heute zu Tag 2:

Nach einem großartigen Frühstück (Kompliment an Bäcker und Metzger!) besichtigen wir den ehemaligen Bunker der Bonner Regierung. In zwei ehemaligen Eisenbahntunneln wurde in Zeiten des Kalten Krieges unter größter Geheimhaltung ein  Ausweichsitz der Bundesregierung eingebaut und 1972 fertig gestellt. Nach Hauptstadt-Wechsel und Mauerfall wurde die Anlage zurückgebaut und 2008 als Dokumentationsstätte umgewidmet, die die neuere deutsche Geschichte greifbar macht.
Heike Hollunder´s Führung ist sehr informativ und unterhaltsam zugleich – der persönliche Eindruck ähnlich wechselhaft. Die Vorstellung mit 3.000 anderen Menschen in einem Berg ohne Tageslicht zu leben, lässt einen gruseln – der Anblick der Einrichtung auch. Irgendwie hab ich das Gefühl durch eine Filmkulisse zu laufen und erwarte, James Bond müsste gleich mit einem Caddy vorbeifahren – auf der Jagd nach Dr. No.

Besonderen Spaß hab ich an der Schaltzentrale, die mich an Raumschiff Enterprise erinnert –  leider ohne Lieutenant Uhura – und an einer alten Telefonzelle. Ob die Kiddies von heute mit dieser Sprechkabine noch was anzufangen wüssten?
Die Bunker-Besichtigung gehört für mich zum Pflicht-Programm an der Ahr! Unfassbar zu sehen, wie hier die Steuergelder verbuddelt wurden. Mit geschätzten 1,5 Milliarden Euro ist diese Anlage das teuerste Bauwerk der Bundesrepublik und wird wohl bald vom Berliner Flughafen abgelöst ;-).

Nach soviel Historie empfinde ich die anschließende Weinprobe im Weingut Lingen als um so sinnlicher, zumal Tanja und Peter Lingen einen wahnsinnig herzlich begrüßen.  Seit 1599 wird in der Familie Weinbau betrieben, mit 4 Hektar Anbaufläche ist es ein relativ kleiner Betrieb. Die Weine sind dafür um so großartiger. Besonders verblüfft hat mich der Portugieser L, ein Rotwein aus gleichnamiger Traube, die ja meist als Weißherbst endet. Richtig rund im Mund und einfach nur köstlich. Dafür gab´s dann auch zu Recht die goldene Kammerpreismünze, wie für viele andere Weine der Lingens auch – meine Empfehlung! Und wenn Sie kein Mensch für Hotelzimmer sind und lieber ein bisschen größer an der Ahr ihre Tage verbringen möchten, die Lingens vermieten auch Ferienwohnungen :-).

Ich mache mich auf ins Hotel Hohenzollern. Dieses liegt direkt am Rotweinwanderweg und ist nicht nur bekannt für seinen Wahnsinnsausblick über das Ahrtal, sondern auch für seine gute Küche. Die Pauschale beinhaltet ein 3-Gang-Menü, das Spaß macht. Regionale Spezialitäten kommen hier zeitgemäß und edel auf den Teller und sind sehr lecker. Besonderes Vergnügen habe ich an der großen Weinkarte – so kann ich nämlich „gegen trinken“, d.h. einen Burgunder von der Ahr neben einem aus der Bourgogne probieren mit dem Ergebnis: die einheimischen Produkte können international mithalten!

Und mit dieser Zufriedenheit trinke ich dann doch ein Gläschen mehr als sein muss :-).



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7.01.2015 von:

Auf Weinreise an die Ahr – Tag 1

„Machen wir ne Herrentour an die schöne Ahr, trinken wir Burgunder nur, das ist sonnenklar…“ Mit diesen Zeilen beginnt das berühmte Altbierlied, das auch von den Toten Hosen gegrölt wurde. Nun darf ich dahin, um das Pauschalangebot Burgunderromanze zu testen. :

Tag 1:

Die Ahr ist das nördlichste Weinanbaugebiet von Rheinland-Pfalz und das nächste an den Ballungsgebieten von NRW. Für mich als Düsseldorfer ist die Anreise ein Kinderspiel: mit dem PKW schafft man die 100 Kilometer in nem guten Stündchen, mit dem Zug steige ich in Bonn oder Remagen um in den Ahr-Express und brauch ne halbe Stunde länger… Und ein Auto braucht man nicht wirklich: das Gebiet ist gut erschlossen, und ein Taxi kostet hier auch nicht die Welt.

Ich war schon oft an der Ahr, weil sie mir so nah ist und finde ihren Wandel wunderbar. Früher der Ballermann des Rheinlandes, entwickelt sich aus dem stürmischen Kind mittlerweile eine schwungvolle Schönheit.

Untergebracht bin ich im Weingut und Weinquartier Burggarten in Heppingen, einem 4-Sterne-Hotel mit 14 Themenzimmern, die nach Trauben benannt sind: Domina Kammer oder Grauburgunder Gemach, ich bekomme das Riesling Kabinett. Die Einrichtung ist einladend, von einem kleinen Balkon kann man in einen schön gestalteten Innenhof gucken (und evtl. auch rauchen). Jedem Zimmer ist im Keller eine kleine Schatzkammer zugeordnet, die man nur mit seinem Schlüssel geöffnet bekommt. So kann man sich sein abendliches Fläschchen mit auf´s Zimmer nehmen wie eine geborgene Kostbarkeit – und das sind die Weine des  Weingutes Burggarten wirklich; nicht umsonst bekamen die Schäfers 2013 den Deutschen Rotweinpreis!

Die Zimmer im Weinquartier sind nach Reben benannt

Die Zimmer im Weinquartier sind nach Reben benannt

Der Betrieb gehört mit seinen 15 Hektar zu den Top-Weingütern der Ahr. Der Keller ist auf dem neuesten Stand und Winzer Paul IV. zeigt ihn gerne: keine Fässer aus Ami-Holz, sondern aus Franz-Eiche erwarten die Burgunder, was man bei der anschließenden Verkostung auch schmeckt! Kein Sägewerk im Mund, sondern klare und kräftige Frucht überzeugen, und als Mama Schäfer dann noch mit einem verträumten Vesper-Teller um die Ecke biegt, möchte man gar nicht mehr aufstehen.

Mach ich dann aber doch, weil ich mir nämlich vorgenommen habe, mir die nächste Weinprobe zu Fuß zu erlaufen. In Ahrweiler beginne ich den Rotweinwanderweg und es macht schon großen Spaß, sich hier oben durch pusten zu lassen. Am Aussichtsturm „Bunte Kuh“ genieße ich den Blick über´s Ahrtal, das sich mehr und mehr in eine Steillagenlandschaft entwickelt. Für einen Zwischen-Schoppen bietet sich das Weingut Kloster Marienthal mit seiner guten Gastronomie an.

Beschilderung am Rotweinwanderweg

Beschilderung am Rotweinwanderweg

Nach zwei Stunden Marsch komme ich in Dernau an und freu mich auf das Weingut Kreuzberg. Kellermeister Albert Schamaun hat im Burgund Weinbau studiert und seine Erfahrungen mit eingebracht. Was hier als Großes Gewächs ins Glas kommt, ist bei einer Blindverkostung nicht von den französischen Burgundern zu unterscheiden: großartig und zu Recht hochdekoriert. Und trotzdem wirken Ludwig Kreuzberg und sein Geschäftspartner Frank Josten ausnehmend herzlich und geerdet und im Sommer gibt’s sogar eine kleine Straußwirtschaft.

Nach der Weinprobe hab ich schon leicht die Lampe an und passe damit wunderbar zu den Uferlichtern, einer wunderschönen Winteraktion im Kurpark von Bad Neuenahr. Sehr stimmungsvoll sind mit vielen Lämpchen und Lichtern Pavillons und Büdchen in Szene gesetzt und laden zum Flanieren ein – und das Gott sei Dank nicht so rummelig wie auf mancher Christkind-Kirmes. Gemächlich, gemütlich und genussvoll geht’s hier zu. Sehr empfehlenswert sind die Wildspezialitäten vom Jagdhaus Rech und die entmuffte Regionalküche bei Stefan Steinheuer. Der bietet Döppekuchen oder Sauerkraut mit Würsten an; dies zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis (bis 10 €) und das als der Sternekoch der Ahr, einfach nur galaktisch!

Die Uferlichter in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Die Uferlichter in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Und so leuchten mir die Uferlichter und die Sterne den Weg heim und ich plumpse satt und matt ins Bett…



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18.11.2014 von:
18
Nov
Weinland Nahe e.V.
von

Drei Damen voller Charme und Kompetenz

kpr-Wahl NWK 2014 - (38)

Weinbau-Studentin Laura Weber aus Monzingen zur 53. Naheweinkönigin gekürt – Victoria Gänz und Elisa Marie Reichardt werden sie als Prinzessinnen unterstützen

Nach zweimaligem Auszählen aller Stimmzettel unter notarieller Aufsicht stand es fest: Die 21-jährige Laura Weber aus Monzingen wird ein Jahr lang als Königin den Nahewein repräsentieren, unterstützt von den beiden Prinzessinen Victoria Gänz (22) aus Guldental sowie Elisa Marie Reichardt (19) aus Weiler bei Monzingen. Frenetischer Jubel brandete im Großen Kursaal auf, als Weinland-Nahe-Vorsitzender Wolfgang Eckes und Notar Frank Czaja das Ergebnis der geheimen Wahl bekannt gaben: Die drei charmanten Damen, allesamt fachkundige Winzertöchter und bereits Studentinnen, hatten sich zuvor ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert, um Jury und Publikums zu überzeugen, dessen Urteil zu 25 Prozent in die Entscheidung einfloss.

Die bisherigen Amtsinhaberinnen, Naheweinkönigin Barbara Wollschied, und Prinzessin Sophia Mauer, steckten ihren Nachfolgerinnen die Kronen ins Haar. Stellvertretend für die zweite bisherige Prinzessin, übergab Nadine Poss, die bis vor kurzem amtierende Deutsche Weinkönigin aus Windesheim, die dritte Krone an Prinzessin Victoria.

Die reizende Nadine Poss unterstützte Wolfgang Eckes auch bei der Moderation des abwechslungsreichen Programms, in dessen Rahmen sich die drei Kandidatinnen vorstellen und Fachfragen beantworten mussten. Außerdem mussten sie ihr Wissen um den Bereich „Essen und Wein“ sowie um die touristischen Glanzlichter des Nahelandes beweisen, was ihnen beeindruckend gut gelang. Auch bei einer auf der Bühne nachgestellten Busreise hatten sie keine Probleme, die Fragen ortsunkundiger Gästen umfassend zu beantworten.

In Anlehnung an Deutschlands Humoristen Loriot präsentierte die Windesheimer Theatergruppe den legendären Vertreterbesuch von „Pahlgruber und Söhne“, in dessen Handlung dem Wein rege zugesprochen wird. Ebenso amüsant war die Visite der drei „Lembel-Grazien“, die nach Lektüre einer Ausschreibung für das Amt der Naheweinkönigin sich selbst eingestehen mussten, gegen Barbara Wollschied chancenlos zu sein.

Während des Abendessens, unterhielten Marc Kluschat aus Gudental und Julia Oschewsky aus Amsterdam mit Gesang und Instrumentalmusik.

In ihrer Abschiedsrede, bei der bekannte Liedtexte („An Tagen wie diesen“) als roter Faden dienten, bedankten sich Naheweinkönigin Barbara Wollschied und Prinzessin Sophia Mauer für die bleibenden Erlebnisse, die sie in ihrer einjährigen Amtszeit sammeln durften, beispielsweise für „königlichen Rebschnitt in Berlin bei minus 18 Grad“. Barbara und Sophia dankten ihren Familien, Freunden und allen anderen, die sie in ihrem Amt unterstützt haben. Ihr besonderer Dank galt Königinnen-Coach Heinz Kaul, der sie einfühlsam auf ihr Amt vorbereitet hat, sowie der „Queen Familie“ Laura Schneider, Sigrid Voigt und Markus Zöllner. Von der herzlichen Art der beiden Weinmajestäten, denen Laura Schneider zur Erinnerung an die Amtszeit Ringe überreichte, wurde auch das Publikum erfasst und gerührt.

Ab dem Moment, in dem Laura Weber erfuhr, dass sie zur 53. Naheweinkönigin gewählt worden war, flossen reichlich Freudentränen – auf der Bühne und beim im Saal jubelnden Publikum. Nach Überreichen der Krönchen und den obligatorischen Pressefotos stürmten die Familien und Freunde der drei jungen Damen die Bühne und überhäuften sie mit ihren Glückwünschen. Die Jubelstimmung hielt noch lange an, denn das Naheland hat offenbar wieder drei talentierte Botschafterinnen gefunden, die die Region und deren Weine charmant repräsentieren werden. Dies wurde bei der anschließenden Weinparty noch ausgiebig und ausgelassen gefeiert.



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12.11.2014 von:
12
Nov
Manes Meckenstock
von

Weinreise an die Nahe Teil 3

Nach Tag 1 und Tag 2 meiner Weinreise an die Nahe geht es jetzt weiter, im rheinland-pfälzischen Freilichtmuseum in Bad Sobernheim starten wir in den 3. Tag. Um das Alltagsleben der letzten 500 Jahre anschaulich und greifbar zu machen, sind alte historische Häuser abgebaut und hier im malerischen Nachtigallental wieder originalgetreu aufgebaut worden. In kleinen Museumsdörfern präsentieren sich die unterschiedlichen rheinland-pfälzischen Regionen, eingebettet in Hausgärten, Äcker und Wiesen. Zu jedem Gebäude ist die Historie auf einer Stele beschrieben, die Umrisse des Bauwerks sind für Blinde ertastbar, überhaupt wirkt die Anlage voll von Sinnen. Vor allem für Kinder gibt es hier ein sehr schönes Angebot wie zum Beispiel ein Naturlehrpfad.

Mich verblüffen besonders die verschiedenen Ausstattungen in den Häusern. Frühere Originaleinrichtungen machen mir bewusst, wie gut es mir heute geht mit Heizung und fließendem Wasser in der Wohnung, andere stimmen mich schon fast melancholisch, weil sie so schön nostalgisch und romantisch wirken wie ein früherer Frisörsalon oder eine alte Jugendstil-Metzgerei.

Schade, ich wär gern noch ein Stündchen länger hier, so spannend finde ich es, aber eine Draisinentour wartet auf uns. Die Draisine wird wie ein normales Fahrrad mit Pedalen angetrieben und läuft auf vier Rädern auf dem Gleis. Lenken ist nicht nötig und so bleibt einem genug Zeit, die malerische und abwechslungsreiche Strecke zu genießen.  Um Zusammenstöße zu vermeiden, fahren die Draisinen an gerade Tagen in die eine, an ungeraden in die andere Richtung. Große Empfehlung, das Teil ist wirklich klasse und macht Spaß – zumindest bei schönem Wetter!

Strahlender Sonnenschein erwartet uns in Meisenheim am Glan, das ist der größte Nebenfluss der Nahe,  der bis 1945 Bayern von Preußen trennte. Die Altstadt von Meisenheim ist die einzige weit und breit, die nie durch Krieg oder Brand zerstört wurde und dadurch einen zauberhaften Reiz ausübt.  Unsere Führerin heißt Susann Lütteke, die uns mit Witz und Biss durch´s Städtchen führt, spannende Geschichten zu erzählen weiß, zum Beispiel über die evangelische Schlosskirche mit ihrer hohen Steinmetzkunst – die Grabmäler der Pfälzer Fürsten sind mit ihrer Dreidimensionalität ein Paradebeispiel dafür.  Ab und zu kann man auch den Kirchturm ersteigen – natürlich mit Drehwurm. Die Sicht ist grandios und mit ihrer teilweise noch erhaltenen Stadtmauer wirkt Meisenheim wie aus einem Zeichentrickfilm von Walt Disney.  Zwei Hauptstraßen prägen das Stadtbild: die Untergasse war für´s einfache Volk, die sich hier mit ihren Gewerken und Geschäften angesiedelt haben – ein paar Autos weniger würden dieser sehr gut tun – und die Obergasse, die dem hohen Stand und Adel vorbehalten blieb.

Das schönste Haus ist für mich der Boos von Waldecksche Hof, ein historisches Gebäude, das vom Verfall bedroht war. Der eingeborene Anwalt Christian Held kaufte dieses Gemäuer und sanierte es mit Liebe zum Detail und mit viel, viel Geschmack. Hut ab vor soviel (kostenintensiver) Initiative!  So kann man im Rittersaal unter den milden Augen eines Alt-Adeligen heiraten oder auch hauseigene Weine und Brände verkosten, und diese präsentiert des Helden Schwester Charlotte. Sie ist mit Herzblut dabei und führt mit großem Charme und Witz durch die Probe, mit hohem Qualitätsanspruch an sich selbst und ihre Produkte. Dieser Anspruch übertragt sich auch auf das gegenüber liegende Gebäude der Familie, den Meisenheimer Hof. Allein schon die Ausstattung ist eine Augenweide, so wurde zum Beispiel ein alter Brunnen in die Gastronomie integriert.

Das Menue wird zum Höhepunkt eines sowieso schon herausragenden Tages. Küchenchef Markus Pape zaubert mit regionalen Zutaten kleine Kunstwerke auf den Teller – ich kann den Ausdruck „Sinnesfreude“ förmlich schmecken.  Und dazu noch die passenden Weine – schöner kann man einfach nicht abschließen!

Mir ist die Nahe deutlich näher gekommen und ich kann Ihnen nur die Empfehlung aussprechen: lassen Sie auch mal eine solche Nähe zu!

 

Probe-Paket: Winzergenossenschaft Rheingrafenberg-Meddersheim

– 2 Flaschen 2013 Meddersheimer Altenberg Martinswein, Riesling QbA feinherb

– 2 Flaschen 2013 Meddersheimer Altenberg Martinswein, Riesling QbA lieblich

– 1 Flasche Grauer Burgunder QbA

– 1 Flasche Pinot Noir Rosé trocken

Preis pro Paket (6 Flaschen) 43,30 € inkl. Versand

Bestellung an service@rheingrafenberg.de



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7.11.2014 von:

Weinreise an die Nahe – Tag 2

Nach meinem Ankunftstag in Bad Kreuznach starte ich nun in den zweiten Tag meiner Weinreise an die Nahe:


Ab heute gilt die Pauschale und was mich erwartet sind viele Schmuckstücke und ein facettenreicher Tag. Es geht ins Deutsche Edelsteinmuseum nach Idar-Oberstein. In einer stilvoll restaurierten Gründerzeitvilla sind auf drei Etagen mehrere Tausend Exponate aus aller Welt ausgestellt, die mehr als beeindrucken. Meine Empfehlung: nehmen Sie an einer Führung teil – es ist wirklich spannend verschiedene Hintergründe zu erfahren! Und trotzdem fühlt man sich visuell überfordert: es funkelt und glitzert all überall und genauso viel Spaß wie an den Ausstellungsstücken hab ich an den Museumsbesuchern, die vor den Vitrinen stehen. Die Damen mit größter Entzückung und dem Wunsch, sich mit einigen Stücken sofort schmücken zu wollen – die dazu passenden Herren mit der Panik, diesen Schmuck finanzieren zu müssen. Ich jedenfalls bin schon fast ehrfürchtig, zu wie viel Schönheit die Natur in der Lage ist und was Edelsteinschleifer und Graveure mit ihrer großen Kunst daraus machen können – es ist im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur brillant. Dieses Museum ist Pflicht!

Beim anschließenden Spaziergang durch die Stadt drängt sich mir das Gefühl auf, der hiesige  Einzelhandel besteht nur aus Schmuckgeschäften, Schmuckgeschäften oder Schmuckgeschäften, vor deren Auslagen ich die Damen und Herren aus dem Museum wiedertreffe, nur dass die Männer hier mehr Auslauf haben.

Ich krabbele hoch zur berühmten Felsenkirche, dem eigentlichen Wahrzeichen von Idar-Oberstein. Der Legende nach ließ Fürst Wirich IV. diese im 15. Jahrhundert in den Berg hinein bauen, weil er aus Eifersucht seinen Bruder getötet hatte. Die Kraxelei in den Fels lohnt sich und von hier oben kann man die Nahe-Überbauung bestens sehen. In den 1980er Jahren wurde der Fluss mit einer vierspurigen Straße überbaut, so dass die die Nahe jetzt unterirdisch unter der Stadt hindurch fließt. Dies ist einmalig in Deutschland und wird bis heute kontrovers diskutiert.

Trotzdem bietet die Altstadt noch idyllische Ecken. Das älteste Fachwerkhaus an der Nahe ist das Weinrestaurant Zum Alten Goten aus dem 14. Jahrhundert. Und das ist bekannt für eine regionale Spezialität: über offenem Buchenholzfeuer wird Fleisch gebraten und nimmt den rauchigen Geschmack an – Großartig! In uriger Atmosphäre lassen wir uns diese Köstlichkeit schmecken – so lecker kann Region sein!

Wir fahren weiter nach Meddersheim, um die Winzergenossenschaft Rheingrafenberg zu besuchen. Was diese kleine Vereinigung in die Flasche bringt, ist mehr als ordentlich. Vom einfachen Schoppenwein, über selten angebaute Trauben wie Bacchus oder Scheurebe bis hin zu Lagenweinen, alles ist sauber und bezahlbar. Besonders hat es mir der alte Weinbrand angetan – soviel Qualität für´s Geld würde ich mir manchmal andernorts wünschen.

Ähnliches erwartet uns auch im Hotel Weingut Barth in Meisenheim, hier führt uns die Pauschale hin. Die Winzer sind gerade mitten in der Lese. Vater Reinhold keltert die Trauben, Sohn Gregor steht noch im Weinberg. Vor vier Jahren hat der Sohnemann seine Winzer-Ausbildung in Geisenheim abgeschlossen und krempelt das Weingut gerade kräftig um. Mit großem Erfolg! Im hinteren Teil des Gutes befinden sich das Restaurant und die Zimmer. Propper und ordentlich ist die Unterbringung, Mutter Antje kümmert sich ausnehmend herzlich um die Gäste. Ich fühle mich aufgehoben.
Das Restaurant ist gut gefüllt – mit Einheimischen – was für mich immer ein gutes Zeichen ist. Hier erwartet uns heute Abend ein Vier-Gänge-Menü mit hauseigener Weinbegleitung.

Das Essen ist klasse, die Weine passen prima, sind vollmundig und ausgewogen und ich bin froh, direkt auf dem Hof übernachten zu können. Was gibt es schöneres als satt, matt und angesäuselt nur noch die Treppe hoch zu müssen.

 



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5.11.2014 von:

Auf Weinreise an die Nahe Teil 1

Für „Zimmer frei“ war ich schon mal an der Nahe, um in Guldental einen Einspieler mit Johann Lafer in seiner Kochschule zu drehen. Jetzt darf ich wieder dorthin, um ein Angebot zu testen.

Tag 1 (Bad Kreuznach):
Ich gönne mir einen zusätzlichen Tag in Bad Kreuznach und bringe zuerst mein Gepäck in den Fürstenhof, ein Sympathie-Hotel, das seinem Namen alle Ehre macht. Auch wenn das Haus optisch nicht ins Kurviertel passt, so sind es die Zimmer, die diesen Eindruck wieder raus reißen: Vier Sterne, unter denen sich gut übernachten und frühstücken lässt.

Unmittelbar am Hotel sind dann auch die Gesundheitszentren, für die das Bad bekannt ist. Schon die Kelten und Römer wussten die wohltuende Wirkung der Solequellen zu schätzen. So entstanden riesige Zerstäuber für eine kostenlose Inhalationstherapie: man setzt sich auf ein Plastik-Stühlchen und atmet langsam durch: eine tiefgehende Form von Entschleunigung. Im nahegelegenen Salinental tröpfelt das Wasser an gestapeltem Reisig runter. So haben die Kelten schon Salz gewonnen und die gesunde Luft eingeatmet. Ich komme langsam runter und genieße die Ruhe. Anfang letzten Jahrhunderts konnte in der Luft eines alten Bergwerkstollens dann noch Radon nachgewiesen werden, ein radioaktives Edelgas, das sich bei der Schmerz- und Entzündungshemmung bewährt hat.

Nach soviel Gesundem entschließe ich mich zum Gegenprogramm: seit 125 Jahren kümmert sich das Café Wahl um eine andere Form der Therapie, nämlich die der Fettanreicherung. Die Kalorien winken einem schon aus der Glastheke entgegen und ich kann mich gar nicht entscheiden, welche Torte ich nun probieren soll. Und als ich dann noch gefragt werde, ob ich meinen Kuchen mit Sahne möchte, fühle ich mich wie in dem berühmten Lied von Udo Jürgens und höre mich flüstern: „aber bitte mit…“

Mein Verdauungsspaziergang führt mich die Nahe entlang. Idyllisch fließt der Unterlauf des Flusses durch die Stadt, umgeben von Weinbergen. Immer wieder bleibe ich stehen um die Aussicht zu genießen. Oberhalb der Stadt thront die Kauzenburg, eine Burgruine, die in den 70er Jahren in eine Gastronomie umgebaut wurde, im Geschmack der damaligen Zeit. Ob man das heute noch so bauen würde? Ich kann´s mir nicht vorstellen.

Und plötzlich tauchen sie auf, die berühmten Brückenhäuser aus dem 15. Jahrhundert, die auf die alte Nahebrücke gebaut sind – sie sind das Wahrzeichen der Stadt. Auch hier halte ich inne und finde Vergnügen daran, den Enten und Schwänen vor dieser Kulisse bei ihren Schwimmkünsten zuzusehen. Ich mache mich auf in die Altstadt, die ist durch die Nahe geteilt: in einen lebendigen Bereich mit Fußgängerzone und dem üblichen Einzelhandel. Mich spricht die ruhigere Hälfte heute mehr an. Angenehm altmodisch empfinde ich hier das Angebot, und ich fühle mich ein bisschen in meine Kindheit zurückversetzt: bemalte Hausfassaden, selten gewordene Ladenlokale wie ein Putzmacher mit seinem Mützen- und Hutangebot oder ein Handarbeitsgeschäft. Ganz ungewöhnlich finde ich einen Pudelfrisör, auch wenn ich bis jetzt keinen einzigen Pudel gesehen habe.

Die Altstadt herzelt mit ihren historischen Häusern und mich spricht besonders eins an, das eine Gastronomie beinhaltet: das Gasthaus Krone. Innen urig eingerichtet, setze ich mich auf die Terrasse und freue mich auf leckeren Nahe- Wein und rustikales Essen – einfach und ehrlich, ohne große Schnörkel und sehr lecker. Hier trinke ich noch ein zweites und drittes Gläschen und schaue mir auf dem Weg ins Hotel noch mal die illuminierten Brückenhäuser an – so schön kann Bad Kreuznach  sein!



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10.10.2014 von:
10
Okt
Manes Meckenstock
von

Weinreise nach Rheinhessen – Tag 3: Bingen

Zu welchen Weinanbaugebiet gehört Bingen eigentlich? Zur Nahe? Zum Mittelrhein? Zum Rheingau? Ich lerne: zu Rheinhessen! Und ich lerne es in der Schule. Die Winzer-Familie Hemmes hat im Bingener Stadtteil Kempten das denkmalgeschützte Schulgebäude aus dem Jahre 1908 gekauft und mit großem (Umwelt-)Engagement restauriert – dafür gab´s eine dicke Auszeichnung für Nachhaltigkeit im Weintourismus. Winzer Frank spielt den Lehrer, ich bin der Schüler und lerne einiges – ein lustiges Rollenspiel, zumal Trinken ausdrücklich erwünscht ist – und die Weine sind großartig.

Den schönsten Blick über Bingen hat man von der Burg Klopp. Sagenumwoben ist der Binger Mäuseturm, ein ehemaliger Wehr- und Wachturm mitten im Rhein, in dem angeblich der Mainzer Erzbischof von Mäusen gefressen wurde. Und auch ein Blick auf die andere Rheinseite lohnt sich: nämlich auf das Niederwalddenkmal oberhalb von Rüdesheim mit der berühmten Germania.

Bei soviel Historie drömeröm hat Bingen bewusst einen Gegenpunkt gesetzt und das ehemalige Landesgartenschaugelände zum Kulturufer umgebaut, und das hat mal richtig Klasse! Es spricht generationsübergreifend an: Skaten und Biken für die Kids, angelegte Themen-Gärten für die Botanikfreunde, Kunst und Kultur an unterschiedlichen Orten, eine Open-Air-Bühne, bei einem solchen größtenteils kostenlosen Angebot vergeht die Zeit wie im Flug.

Und wenn Ihre Begleitung dazu keine Lust hat, können Sie diese geschickt zwischenlagern und zwar in der Vinothek Bingen. Diese liegt direkt am Rhein mit ausdrucksstarker Aussicht, man kann sich einmal durch das Weinangebot aus der umliegenden Umgebung süffeln und eine saisonal-regionale Küche macht Appetit. Ich beschränke mich aber auf eine leckere Kleinigkeit, denn abends ist noch das 5-Gang-Menue im Espenhof angesagt, und darauf freue ich mich sehr, weil die Espenschieds ausnehmend herzliche Menschen sind. Seit Generationen sind diese mit Flonheim verbunden und hier bahnt sich gerade der nächste Wechsel an: die Eltern übergeben an ihre Kinder.

Vater Wilfried macht mit Sohn Nico das Weingut (Probieren Sie unbedingt den Grauburgunder!), Mutter Heike kümmert sich sehr herzlich mit Tochter Lena um Hotellerie und Gastronomie. Ein positiver Generationswechsel, denn es paart sich Erfahrung mit frischen Ideen.  Diese fühlt man, wenn man im Innenhof des Espenhofes sitzt. Die ehemaligen Post wurde behutsam saniert, die Terrasse schon fast mittelmeermäßig gestaltet und das Menü ist ein krönender Abschluss von ein paar tollen Tagen. Sous Chef Sebastian Rößler hat´s raus: das Essen ist ein Genuss, die Weinbegleitung auch!

Ich habe Rheinhessen (mit dem Rad) erfahren, erwandert, ertrunken und ergessen – vergessen werde ich es nicht so schnell :-).

PS: Natürlich gibt es auch zu dieser Reise wieder ein Probepaket, bestehend aus:

– Fritz Müller Perlwein, Weingut Hoffmann

– 2013 Silvaner Gutswein, Weingut Battenfeld-Spanier

– 2013 Weißburgunder, Weingut Knewitz

– 2013 Grauburgunder, Weingut Thörle

– 2013 Riesling „I Sell“, Weingut Hemmes

– 2013 Scheurebe, Weingut Espenhof

Preis pro Paket (6 Flaschen inkl. Versand): 49,90 Euro

Bestellung an: info@riesling-und-co.de

 



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10.10.2014 von:
10
Okt
Manes Meckenstock
von

Weinreise nach Rheinhessen – Tag 2: Flonheim und Umgebung

Mein Tag beginnt mit einem Besuch der Infothek in Flonheim. Diese ist einer Dachgeschoss-Wohnung untergebracht und präsentiert klein und fein Wissenswertes. So lerne ich, dass Rheinhessen vor 30 Millionen Jahren ein Urmeer war. Um dies darzustellen schwimmt eine animierte Seekuh mit Jungem grazil durchs Wasser (sehr schön umgesetzt, gerade auch für Kinder!), an einem nachgebauten Steinbruch erfahre ich einiges über den Abbau und die Bearbeitung des Sandsteins und alte Winzer-Werkzeuge verdeutlichen die Mühseligkeit des früheren Weinbaus. Jürgen Diehl führt mit Herz, Hirn und Humor durch die Ausstellung, als sei er schon mit der Seekuh baden gegangen – so ist Geschichte begreifbar!

Nun möchte ich auch das ehemalige Urmeer erwandern. In einer wunderschönen alten Apotheke kaufe ich mir vorbeugend ein paar Blasenpflaster und los geht’s. Rheinhessen wird das Land der 1.000 Hügel genannt. Über 350 Kilometer gut beschilderte Strecke erwarten den Fuß-Flinken, ein Teil davon sind Prädikatswanderwege, die einen besonderen Qualitätsstandard erfüllen müssen, um dieses Gütesiegel zu führen.  Es tut gut durch die Weinberge zu laufen und die Landschaft zu genießen, zumal diese Region zu den trockensten Deutschlands gehört.

Die Traubenlese ist im vollen Gange: ein neuer Schädling, die Kirschessigfliege bedroht die Ernte und wird wohl zu wirtschaftlichen Einbußen führen. So fahren die Vollernter jetzt schon durch die Felder und mir wird einmal mehr bewusst, von wie vielen Faktoren der Weinbau abhängig ist.

Plötzlich steht ein kleines, lustig aussehendes Häuschen auf einer Anhöhe: ein Trullo, (Mehrzahl Trulli), das sind Hütten, die sich Weinbauern als Schutz vor Unwettern gebaut haben. Hier packen wir unseren Picknick-Rucksack aus, den uns der Espenhof gepackt hat. Ein leckeres hauseigenes Fläschchen Wein ist auch drin – köstlich. Klasse statt Masse setzt sich auch hier durch.

Wir setzen noch einen drauf und besuchen Raumland, eins der besten Sekthäuser Deutschlands. Was die Raumlands hier in die Flöte zaubern, sind Prickel-Perlen vom Feinsten. Selbst produzierte Grundweine werden versektet und bleiben teilweise über Jahre auf der Hefe liegen, ein Luxus, den man schmeckt. Spitzenprodukt des Hauses ist der Triumvirat, ein Träumchen kurz vor Wolke 7, das so manchen Champagner freudlos und fad erscheinen lässt.
Deswegen meine Empfehlung: lassen Sie es ruhig mal einheimisch prickeln!

Mit einem weiteren Sekt läuten wir unser Abendessen ein. Die Pauschale beinhaltet ein 3-Gang-Menue in der Dohlmühle – mit Weinen aus hauseigenem Anbau. Was Küchenchef von der Heide auf den Teller bringt, sind leckere, üppige Portionen, beim Wein war der Service auch nicht zurückhaltend, und so wanke ich nach einem wandervollen Tag satt und matt auf die Matratze.



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10.10.2014 von:
10
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Manes Meckenstock
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Auf Weinreise nach Rheinhessen – Tag 1: Alzey

Für „Zimmer frei“ war ich schon mal in Rheinhessen, um in Wöllstein die Einspieler über Helene Fischer zu drehen. Jetzt darf ich wieder dorthin, um ein Angebot zu testen.

Ziel meiner Reise am ersten Tag ist Alzey. Ich fahre mit dem Zug dorthin, steige in Mainz um und nehme den Regionalexpress. Meine Mutter sagt immer: „landschaftlich sehr reizvoll“, wenn es nichts außer Landschaft zu sehen gibt. Die Hügel wirken wie wiegende Wellen mit Rebstöcken bepflanzt und ich freue mich ins Grüne zu gucken.

Alzey gilt als die heimliche Hauptstadt des größten deutschen Weinanbaugebietes, auch wenn es eher dörflich als städtisch rüber kommt. Besonders einladend finde ich die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern. Für deren Erhalt macht sich seit fast 40 Jahren der Altstadtverein Alzey stark, der den historischen Wert erkannt hat und dementsprechend pflegt. Es macht Spaß durch die Sträßchen zu bummeln, die alten Häuser am Fischmarkt zu bestaunen und am Rossmarkt auf einer schönen Terrasse zu sitzen. Besonders lustig fand ich, dass hier die Weihnachtsbeleuchtung wohl ganzjährig hängen bleibt. So hat man hier immer die Lampen an, ob beim Tanz in den Mai oder zum großen Winzerfest im September – schöne Bescherung!

Eingebettet in die Altstadt liegt das Weingut Alzey und hier nehme ich meinen Begrüßungsschoppen. Eine trockene Scheurebe (sehr lecker!), natürlich nur aus Verbundenheit zu Georg Scheu, dem erfolgreichsten deutschen Rebzüchter, der hier in Alzey gelebt und gearbeitet hat. Ihm verdanken wir solche Trauben wie Scheurebe, Huxelrebe und Würzer, die zeitgemäß ausgebaut mittlerweile eine Renaissance erleben.

Was mir an Alzey besonders gefällt sind die kleinen Ladenlokale. Kein Kaffee-Togo-Shop oder Hager & Mager, sondern zauberhafte Einzelhandelsgeschäfte. Mein Favorit ist das Schnuckellädchen, in dem es nur Süßigkeiten gibt: Bonbons, Gummibärchen, Schokoriegel – herrlich! Ich kann mich kaum entscheiden, was zuerst ins Doppelkinn wandert…

Um dem vorzubeugen leihe ich mir an der Tourist-Info ein Rad und trete los. Fahrrad-Fans finden hier in Rheinhessen ein gut ausgebautes Streckennetz. Es ist ein Vergnügen durch die Natur zu radeln, an Bächen entlang, durch Weinberge und Felder. Die Landschaft hat nicht so viele Steigungen, so dass man sich nicht groß abstrampeln muss, und man fühlt sich frei und fit. So macht Sport Spaß!

Die Poppenschenke liegt auf dem Weg. Was sich anhört wie ein Swinger-Club ist eine traditionsreiche Weinwirtschaft. Hier sitze ich im Innenhof der ehemaligen Mühle unter alten Bäumen am barocken Brunnen. Schön is et! Die Gäste sind außer mir alles Eingeborene und schätzen das Angebot: die hervorragenden Hausmacher Wurstspezialitäten sind ein Gedicht, dazu noch ein Gläschen Wein. Schade, dass ich noch fahren muss.
Nämlich ins Hotel. Ich übernachte im Espenhof, einem Landhotel und Weingut mit tollen modernen Zimmern. Mich begrüßt der Spruch: Save Water, drink Riesling.  Spontan entschließe ich mich, gleich mit dem Wasser sparen zu beginnen…



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Wein in Deutschland genießen - Auf Weinreise im WeinReich Rheinland-Pfalz.

Ob Weinprobe, Weinwanderung, die Kombination von Wein & Kultur , Urlaub auf dem Winzerhof oder Weinreise in einer derWeinregionen Deutschlands, das WeinReich Rheinland-Pfalz bietet Freude für Geist und Gaumen. Wein und Kulinarik werden aufs Beste in den Sterne-Restaurants oder beim Besuch einer Straußwirtschaft kombiniert