06.01.2012

Ein neuer Weinberg entsteht Teil 2

Nach dem letzten Beitrag ist wieder einiges geschehen im St. Goarer Frohwingert. Nach dem wir die alte Drahtanlage und die Rebstöcke entfernt hatten, wurde zuerst der ganze Weinberg nochmals komplett gemulcht. Dies geschah mit Hilfe eines Mulchers, welcher auf einer Raupe angebaut ist. Dies war für uns eine enorme Arbeitserleichterung. Denn mit einer Motorsense hätte es unweigerlich länger gedauert und übrig wären dann die ganzen Dornen geblieben, diese hätten wir dann wohl verbrennen müssen. Aber so liefen dann 2 Arbeitsgänge in einem.  Danach war die Fläche fertig zum rigolen.

Raupe mit Mulcher bei der Arbeit

Nach dem Mulchen

Kurz nach Weihnachten ging es dann weiter. Wieder durch einen Lohnunternehmer wurde die komplette Fläche rigolt. Ein Rigolpflug am Seil durchpflügte die Fläche und brach den Boden bis zu 50 cm auf. Dadurch kann ein aufgelockerter Boden gewährleistet werden, indem sich dann die Wurzeln der neuen Rieslingreben besonders wohl fühlen. Nach 1,5 Tagen sah dann alles aus wie eine Mondlandschaft. Wir entfernten nun noch alles was nach oben kam, dazu zählten neben größeren Schiefersteinen auch die alten Wurzeln von den Reben und Büschen.

Rigolpflug bei der Arbeit

Die Zugkraft der Seilwinde war so stark das sie mit zwei Traktoren gehalten wurde

Jetzt ist der Weinberg fertig zum Pflanzen, aber dies geschieht erst Anfang Mai. Dann werde ich wieder berichten.




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Eingeordnet in: Allgemein,Im Weinberg,Romantischer Rhein Thomas
@ Freitag, 6. Januar 2012, 9:53 Uhr by Thomas
15.12.2011

Ein neuer Weinberg entsteht – Teil 1

Die Ausgangssituation:

Wir jungen Winzer vom Weingut Philipps-Mühle haben es uns zum Ziel gemacht, das Potential der alten Rebflächen zu erhalten und so auch bereits brach liegende Flächen wieder zu rekultivieren. So entstand auch unser neustes Projekt in der Weinbergslage St. Goarer Frohwingert. Hier kauften wir im letzten Jahr mehrere benachbarte Weinberge, welche jedoch seit ein paar Jahren nicht mehr bewirtschaftet wurden und so sich selbst überlassen waren. Wir fanden einen total verbuschten Weinberg vor, indem noch die alten Rebstöcke mit samt der Drahtanlage standen. Da unsere besten Rieslingtrauben in benachbarten Flächen wachsen, war uns schnell klar: dieser Weinberg muss wieder aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden, auch dort soll bald wieder Riesling wachsen! Jedoch waren die alten Rebstöcke schon so sehr verkahlt, dass man sie nicht mehr retten konnte und wir neben den Dornenbüschen nun auch die komplette Rebanlage entfernen mussten.

Erste Schritte:

In einem ersten Schritt wurden bereits im Mai die Reihen mit Hilfe eines Mulchers wieder freigelegt, damit das Ganze über den Sommer nicht noch höher wird.

Jetzt kamen wir auch wieder an die Pfähle und Drähte heran, welche mal zur Unterstützungsvorrichtung gehörten. Diese wurden dann ab November entfernt.

Übrig blieben jetzt die alten Rebstöcke. Zuerst wurden die alten Triebe abgeschnitten und dann zogen wir mit der Seilwinde und einem selbst gebautem Werkzeug die Rebstöcke mit samt den Wurzeln heraus.

In den nächsten Tagen wird die ganze Fläche nochmals gemulcht und dann mit einem großen Pflug rigolt, aber dazu später mehr…




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Eingeordnet in: Allgemein,Im Weinberg,Romantischer Rhein Thomas
@ Donnerstag, 15. Dezember 2011, 13:52 Uhr by Thomas
31.10.2011

Rebstockpatenschaft WeinReich Rheinland-Pfalz 2011 – Wir haben unseren Riesling-Rebstock gelesen!

2642 – was sich anhört, wie ein leicht zu knackender Code für ein Schließfach, ist das Ergebnis unserer Rebstocklese im Bopparder Hamm. Vergangenen Donnerstag, bei herrlichem Herbstwetter – schaut Euch nur diese Gegenlichtaufnahmen an -

Herbst Mittelrhein: Morgensonne

Schiefertafel WeinReich Rheinland-Pfalz (mehr…)




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Eingeordnet in: Im Weinberg,Unser Rebstock Eike
@ Montag, 31. Oktober 2011, 8:03 Uhr by Eike
24.10.2011

Weinlese 2011

Dieses Jahr sind wir mit der Lese schon sehr früh fertig geworden und dass liegt nicht – wie 2010 – an der geringen Menge, sondern an den Ausgangsbedingungen des Jahrgangs 2011.

Nach einem warmen Start im Frühjahr begann der Austrieb bereits Mitte April, was etwa 2-3 Wochen früher ist als sonstige Jahre in unserem Weingut. Der Spätfrost am 4. Mai hinterlies zum Glück keine nenneswerten Schäden und so begann um den 20. Mai schon die Rebblüte unter idealen Witterungsbedingungen. Diesen Entwicklungsvorsprung wurde dann über den bescheidenen Sommer mitgenommen. Aber gerade dieses, nicht zu ideale Wetter war für unsere Reben optimal. Nicht zu heiß und ausreichend Feuchtigkeit von oben. Zum Glück besserte sich das Wetter zu einem sonnigen Herbst ab Mitte September, so dass die Trauben nochmals an Zucker zunahmen und die Säure abnahm.

Bereits am 13. September begannen wir mit der Lese des Müller-Thurgaus, etwa 10 Tage früher als sonst. Dieses Jahr konnten wir auch erstmals wieder mehr ernten als die Jahre zuvor. Und so waren wir mit Menge und der Qualität sehr zufrieden. Normalerweise sind dann bei uns zwischen Müller-Thurgau und der Rieslinglese nochmals 2 Wochen Pause, doch auch der Riesling war schon sehr früh reif und so begannen wir am 23. September in einigen Weinbergslagen mit der Vorlese und eine Woche später mit der Hauptlese. Normalerweise geht es erst so um den 10. Oktober los, doch dieses Jahr waren wir am 11. schon fertig und nicht erst Ende Oktober. Wir konnten alle unsere Trauben bei herrlichem Wetter lesen, es war sogar oft so warm das man meinte es wäre noch Sommer. Gerade in den Steillagen, wo alles per Hand gelesen wird spürte man deutlich die Spätsommerwärme.  Beim Riesling galt es den Lesetermin auch dem Weinstil anzupassen, denn die Mostgewichte schnellten schon Ende September in die Höhe und wer will schon einen trockenen Schoppenwein mit 13% Alkohol. So wurden erst die einfacheren Qualitäten geerntet und zu guter Letzt die Rieslinge in unseren Toplagen im St. Goarer Frohwingert und Ameisenberg. Auch hier waren wir mit der Menge und der Qualität sehr zufrieden, nicht immer trifft dies auf beides zu. So hatten wir 2010 sehr gute Qualität mit geringer Menge. Die ersten Moste sind schon durchgegoren und versprechen bereits jetzt einen spannenden Jahrgang. Man sagt ja das die 11er Jahrgänge zu den besten gehören, wir werden sehen und freuen uns bereits darauf ihn mit Ihnen verkosten zu können.




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Eingeordnet in: Allgemein,Im Weinberg,Kellergeflüster Thomas
@ Montag, 24. Oktober 2011, 11:22 Uhr by Thomas
17.08.2011

Jahrgang 2011

So langsam blicken wir Richtung Herbst und somit Richtung Traubenlese, auch wenn das Wetter, welches wir momentan im August haben, bereits meinen lässt, wir seien im Herbst angekommen.

Riesling im St. Goarer Ameisenberg am 12. August 2011

Riesling im St. Goarer Ameisenberg am 12. August 2011

Vergangene Woche wurde in Rheinhessen auch schon mit der Lese für den Federweißer begonnen. Bei uns am Mittelrhein sind wir noch nicht soweit. Wenn wir in unsere Weinberge mit Riesling und Müller-Thurgau schauen, stellen wir fest, dass die Menge an Trauben, welche vorhanden ist, viel mehr ist als das Jahr zuvor. Momentan sehen alle Trauben noch sehr gesund aus, doch die immer wieder aufeinander folgenden Regenschauer lassen uns besorgt in Richtung Lese blicken und so hoffen wir, dass sich jetzt bald mal eine Trockenperiode einstellt, welche dann am besten bis Ende Oktober anhält. Das Problem ist nämlich, dass die Botrytisgefahr bei den Trauben zunimmt. Durch den Regen nehmen die Trauben Wasser auf, werden dick und platzen auf und es kommt zu einem Grauschimmel. Durch Entblättern der Traubenzone fördern wir ein besseres Abtrocknen der Trauben und durch den Einsatz von Botrytiziden beugen wir der Gefahr voraus. Schlecht wäre nämlich, wenn die Trauben bereits vor der endgültigen Reife aufplatzen würden und wir so faules und unreifes Lesegut hätten. Aber wir sind guter Dinge, dass dies nicht so kommt, wenn wir auf die Wetterprognosen für die nächsten zwei Wochen schauen. So sind die Vorzeichen gut, dass wir nach zwei Jahren mit kleinen Erträgen mal wieder den Keller vollbekommen und die Qualität auch wieder an die vorausgegangen Jahre anknüpfen wird.

Dieses Jahr ist davon auszugehen das wir etwa 8-10 Tage früher mit der Lese beginnen werden und so werden wir wohl Mitte September mit dem Müller-Thurgau anfangen und Anfang Oktober mit dem Riesling. Haben wir Winzer aus anderen Weinregionen in der Leserschaft? Wie seht Ihr die aktuelle Entwicklung?




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Eingeordnet in: Allgemein,Im Weinberg,Wein-ABC Thomas
@ Mittwoch, 17. August 2011, 13:22 Uhr by Thomas
09.06.2011

Wein und Wandern – Teil 2

Ein Stück moselaufwärts liegt Poltersdorf. Hier ist das Hotel & Weingut Dehren ein weiterer Mosel-Gastgeber, der sich perfekt als Ausgangspunkt für Wein-Wanderungen eignet.

 

Wanderer im Weinberg an der Mosel

Wanderer im Weinberg an der Mosel

 

So lockt zum Beispiel der Breva-Wanderweg , der von Winzern der Region als ganz besonderes Wein-Wander-Erlebnis geschaffen wurde, denn es gibt hier gleich auch den passenden Breva-Wein.

Statt des anstrengenden Anstiegs durch die steilen Weinberge organisiert das Hotel Dehren eine Fahrt mit der Monorackbahn. Und wenn Ihr es noch extremer mögt, dann durchquert Ihr Europas steilsten Weinberg, den Calmont bei Bremm, auf dem Calmont-Klettersteig.

 

Wandern am Bremmer Calmont

Wandern am Bremmer Calmont

 

Der Calmont wird als die steilste Weinlage Europas bezeichnet. Wie steil der Neigungsgrad genau ist, scheint keiner präzise zu wissen; man hört oder liest unterschiedliche Angaben von 55 bis 70 Grad.

Dennoch ist es ein faszinierendes Wandererlebnis den Klettersteig einmal selbst erklommen zu haben.

 




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Eingeordnet in: Akitv im WeinReich,Im Weinberg,WeinReich Jochen
@ Donnerstag, 9. Juni 2011, 12:55 Uhr by Jochen
06.06.2011

Weingenuß und Wanderfreuden – an der Mosel

Ob Ihr nach einer Wanderung lieber einen Grauburgunder oder Elbling trinkt, oder doch einen spritzigen Riesling – das ist Geschmackssache und darüber lässt sich ja bekanntlich streiten…

Stattdessen möchten wir Euch in den kommenden Blogbeiträgen drei Vorschläge für Wanderungen an der Mosel machen, die natürlich immer auch mit dem Wein verbunden sind, denn es geht ja darum, die Weinlandschaft wandernd zu entdecken!

 

Wein und Wandern an der Mosel

Wein und Wandern an der Mosel

 

Wir starten dort, wo die Wanderwege „Traumpfade“ genannt werden und diesem Namen alle Ehre machen: Wahrlich traumhaft ist eine Wanderung auf dem Hatzenporter Laysteig.

 

 

Rast im Weinberg an der Mosel

Rast im Weinberg an der Mosel

Im Weinort Hatzenport an der Untermosel geht es direkt vom Bahnhof aus los mit einem steilen Anstieg durch die warmen Schieferfelsen der Weinberge. Und wie immer an der Mosel wird man für anstrengendes Kraxeln  mit den schönsten Aussichten belohnt. Was uns an dieser Tour am meisten gefällt, ist die Mischung aus Weinbergen und Mosel-Ausblicken, weiten Feldern auf der Höhe und dem Abstieg durch einen Eichenwald hinunter ins wilde Schrumpftal. Nach fast 12 Kilometern endet der Rundweg wieder in Hatzenport, wo der Winzerhof Gietzen mit seinem Winzerhof-Café lockt.

Übrigens: Auf dem Winzerhof Gietzen kann man auch Urlaub machen und dann vom Ehepaar Gietzen jede Menge über den Weinbau in den Steillagen erfahren.

In den nächsten Tagen folgen die nächsten 2 Teile …




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Eingeordnet in: Akitv im WeinReich,Im Weinberg,WeinReich Jochen
@ Montag, 6. Juni 2011, 14:10 Uhr by Jochen
10.05.2011

Frosteinbruch am 4. Mai 2011

In den frühen Morgenstunden des  4. Mai kam es durch Frosttemperaturen zu Frostschäden in den Weinbergen.  Je nach Region und Weinbergslage gab es mittlere bis größere Schäden zwischen 5-70% bei teilweise bis zu -5°C

In unserem Weingut in St. Goar gab es auch leider einen kleinen Schaden bei etwa -1°C. Vor allem direkt gegenüber des Weingutes im St. Goarer Ameisenberg, welcher in einer Hangfußlage liegt, beträgt der Schaden etwa 10%. Dort sind dann ganze Triebe samt Gescheine erfroren.  Auch in den jüngeren, seit 2005 gepflanzten Weinbergen im Frohwingert sind einige Schäden an den Triebspitzen erkennbar. Im  frostanfälligeren Müller-Thurgau ist erwartungsgemäß mehr Schaden, als im Riesling erkennbar – aber auch hier verkrafteten ältere Weinberge die Temperaturen besser. Man kann auch deutlich sehen, was einige Meter Höhenunterschied ausmachen. So sind unsere Toplage der St. Goarer Frohwingert und auch unsere Weinberge in Urbar gar nicht betroffen.

Wir Jungwinzer haben einen solchen Frostschaden noch nicht erlebt, aber dies zeigt wieder die Abhängigkeit des Winzers von der Natur und genau dies macht jeden Jahrgang individuell. Aber auf solche Unannehmlichkeiten hätten auch wir und vor allem nach 2010 mit seiner kleinen Ernte gerne verzichtet.

Weiter Infos, auch aus den anderen Anbaugebieten: Der Frost und die
Folgen! http://wuertz-wein.de/wordpress/2011/05/08/der-frost-und-die-folgen/

 




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Eingeordnet in: Allgemein,Im Weinberg Thomas
@ Dienstag, 10. Mai 2011, 8:50 Uhr by Thomas
25.04.2011

„Durch verlassene Weinberge zu den Helden der Steillagen“

Diesen Titel hatte die Wandertour, welche letzten Samstag (16.04.2011) anlässlich des WeinWanderWochenendes stattfand. Zusammen mit Rheinfelsranger Jürgen Goedert führten wir jungen Winzer der Philipps-Mühle die Gäste über alte und neue Weinberge rund um St. Goar.

Wir starteten in St. Goar-Fellen, um von dort über das Heimbachtal und die Werlauer Schweiz auf die Höhe nach Werlau zu
gelangen.

Auf der Wegstrecke im Heimbachtal erklärte uns Jürgen Goedert Flora und Fauna,  so entdeckten wir auch alte Weinbergsmauern inmitten des Waldes. Auf der Höhe angelangt gab es die erste Probe, unseren Loreley Secco. Dieser
war genau richtig um nach dem Aufstieg wieder in Schwung zu kommen. Zusammen mit meinem Bruder Martin erklärten wir dann an den verschiedenen Stationen an den Aussichtspunkten und an den einzelnen Weinbergen, dort wo unsere Weine
wachsen, die Weine und wissenswertes rund um den Weinbau. Der Rheinfelsranger, welcher natürlich mit seinem Hund Felix unterwegs war, berichtete uns einige Anekdoten aus der Vergangenheit des St. Goarer Weinbaus. So gab es sogar ein Gesetz,
welches den St. Goarer Wirten vorschrieb nur St. Goarer Wein auszuschenken. Schade, dass es dieses nicht mehr gibt.

Nach etwa 3 Stunden Wanderung mit Weinprobe erreichten wir im Gründelbachtal unser Weingut Philipps-Mühle. Bei einer
letzten Probe gab es zum Abschluss noch eine Führung durch den Weinkeller.

Bei der Wanderung waren auch Eike (welche die Fotos machte), Nathalie und Miriam von der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH aus Koblenz mit dabei.

Demnächst wird es auch weitere Weinwanderungen geben, bzw. wenn ihr eine Gruppe seit dann können wir auch einen extra Termin machen.




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Eingeordnet in: Akitv im WeinReich,Allgemein,Events,Im Weinberg Thomas
@ Montag, 25. April 2011, 11:20 Uhr by Thomas
11.04.2011

Ein alter Weinberg

Anfang Februar begannen wir damit einen aufgegebenen Weinberg wieder zu rekultivieren.

Die Ausgangssituation war folgende:  Im St. Goarer Frohwingert, in der Nachbarschaft zu unseren Junganlagen befindet sich ein seit etwa 30 Jahren aufgegebener alter Weinberg. Dieser Weinberg wurde damals leider nicht ordnungsgemäß gerodet. Das heißt es wurden nicht die alten Rebstöcke, Drähte und Weinbergspfähle entnommen. So wuchsen in den letzten 30 Jahren keine Trauben mehr im Weinberg, sondern Dornenbüsche und auch die ersten Bäume sind groß geworden.

Weinbergsfläche am Anfang der Rodungsaktion

Wir entschieden uns dafür ihn zu säubern, da die großen Bäume zu viel Schatten auf die Weinberge warfen und diese auch den Vögeln gefielen, um von dort aus direkt zum Trauben klauen in die Weinberge zu starten. Ebenso bot dieser Lebensraum einen Rückzugort für die Wildschweine, welche von Jahr zu Jahr immer größere Schäden anrichten. Auch bieten die aufgegebenen Weinberge gute Voraussetzungen für allerlei Rebkrankheiten, welche dann in die Nachbarflächen übergehen.

Mein Bruder Martin beim Drähte raus tragen

Dadurch, dass die alte Drahtanlage noch vorhanden war, konnten wir immer nur eine Reihenbreite abmähen, dann mussten wieder Draht und Pfähle heraus und es ging wieder einen Meter weiter hinein ins Dickicht.  So arbeiten wir uns ca. 3 Wochen voran. Übrig blieben jetzt noch die Bäume, welche wohl im kommenden Winter mit einer starken Forstseilwinde herausgezogen werden. Da wir in den nächsten Jahren auch diese Fläche wieder neu bepflanzen wollen, damit aus diesem alten Weinberg wieder ein junger Weinberg wird.

Und am Schluss blieben nur noch die großen Bäume übrig.




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Eingeordnet in: Allgemein,Im Weinberg Thomas
@ Montag, 11. April 2011, 8:30 Uhr by Thomas
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    Aus dem Rheinland-Pfalz Podcast:

    Folge 19: WeinReich Rheinland Pfalz - Freude für Geist und Gaumen

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