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IchZeit Rheinland Pfalz
12.11.2014 von:
12
Nov
Manes Meckenstock
von

Weinreise an die Nahe Teil 3

Nach Tag 1 und Tag 2 meiner Weinreise an die Nahe geht es jetzt weiter, im rheinland-pfälzischen Freilichtmuseum in Bad Sobernheim starten wir in den 3. Tag. Um das Alltagsleben der letzten 500 Jahre anschaulich und greifbar zu machen, sind alte historische Häuser abgebaut und hier im malerischen Nachtigallental wieder originalgetreu aufgebaut worden. In kleinen Museumsdörfern präsentieren sich die unterschiedlichen rheinland-pfälzischen Regionen, eingebettet in Hausgärten, Äcker und Wiesen. Zu jedem Gebäude ist die Historie auf einer Stele beschrieben, die Umrisse des Bauwerks sind für Blinde ertastbar, überhaupt wirkt die Anlage voll von Sinnen. Vor allem für Kinder gibt es hier ein sehr schönes Angebot wie zum Beispiel ein Naturlehrpfad.

Mich verblüffen besonders die verschiedenen Ausstattungen in den Häusern. Frühere Originaleinrichtungen machen mir bewusst, wie gut es mir heute geht mit Heizung und fließendem Wasser in der Wohnung, andere stimmen mich schon fast melancholisch, weil sie so schön nostalgisch und romantisch wirken wie ein früherer Frisörsalon oder eine alte Jugendstil-Metzgerei.

Schade, ich wär gern noch ein Stündchen länger hier, so spannend finde ich es, aber eine Draisinentour wartet auf uns. Die Draisine wird wie ein normales Fahrrad mit Pedalen angetrieben und läuft auf vier Rädern auf dem Gleis. Lenken ist nicht nötig und so bleibt einem genug Zeit, die malerische und abwechslungsreiche Strecke zu genießen.  Um Zusammenstöße zu vermeiden, fahren die Draisinen an gerade Tagen in die eine, an ungeraden in die andere Richtung. Große Empfehlung, das Teil ist wirklich klasse und macht Spaß – zumindest bei schönem Wetter!

Strahlender Sonnenschein erwartet uns in Meisenheim am Glan, das ist der größte Nebenfluss der Nahe,  der bis 1945 Bayern von Preußen trennte. Die Altstadt von Meisenheim ist die einzige weit und breit, die nie durch Krieg oder Brand zerstört wurde und dadurch einen zauberhaften Reiz ausübt.  Unsere Führerin heißt Susann Lütteke, die uns mit Witz und Biss durch´s Städtchen führt, spannende Geschichten zu erzählen weiß, zum Beispiel über die evangelische Schlosskirche mit ihrer hohen Steinmetzkunst – die Grabmäler der Pfälzer Fürsten sind mit ihrer Dreidimensionalität ein Paradebeispiel dafür.  Ab und zu kann man auch den Kirchturm ersteigen – natürlich mit Drehwurm. Die Sicht ist grandios und mit ihrer teilweise noch erhaltenen Stadtmauer wirkt Meisenheim wie aus einem Zeichentrickfilm von Walt Disney.  Zwei Hauptstraßen prägen das Stadtbild: die Untergasse war für´s einfache Volk, die sich hier mit ihren Gewerken und Geschäften angesiedelt haben – ein paar Autos weniger würden dieser sehr gut tun – und die Obergasse, die dem hohen Stand und Adel vorbehalten blieb.

Das schönste Haus ist für mich der Boos von Waldecksche Hof, ein historisches Gebäude, das vom Verfall bedroht war. Der eingeborene Anwalt Christian Held kaufte dieses Gemäuer und sanierte es mit Liebe zum Detail und mit viel, viel Geschmack. Hut ab vor soviel (kostenintensiver) Initiative!  So kann man im Rittersaal unter den milden Augen eines Alt-Adeligen heiraten oder auch hauseigene Weine und Brände verkosten, und diese präsentiert des Helden Schwester Charlotte. Sie ist mit Herzblut dabei und führt mit großem Charme und Witz durch die Probe, mit hohem Qualitätsanspruch an sich selbst und ihre Produkte. Dieser Anspruch übertragt sich auch auf das gegenüber liegende Gebäude der Familie, den Meisenheimer Hof. Allein schon die Ausstattung ist eine Augenweide, so wurde zum Beispiel ein alter Brunnen in die Gastronomie integriert.

Das Menue wird zum Höhepunkt eines sowieso schon herausragenden Tages. Küchenchef Markus Pape zaubert mit regionalen Zutaten kleine Kunstwerke auf den Teller – ich kann den Ausdruck „Sinnesfreude“ förmlich schmecken.  Und dazu noch die passenden Weine – schöner kann man einfach nicht abschließen!

Mir ist die Nahe deutlich näher gekommen und ich kann Ihnen nur die Empfehlung aussprechen: lassen Sie auch mal eine solche Nähe zu!

 

Probe-Paket: Winzergenossenschaft Rheingrafenberg-Meddersheim

– 2 Flaschen 2013 Meddersheimer Altenberg Martinswein, Riesling QbA feinherb

– 2 Flaschen 2013 Meddersheimer Altenberg Martinswein, Riesling QbA lieblich

– 1 Flasche Grauer Burgunder QbA

– 1 Flasche Pinot Noir Rosé trocken

Preis pro Paket (6 Flaschen) 43,30 € inkl. Versand

Bestellung an service@rheingrafenberg.de



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2 Kommentare »

  1. Gerda Sonnen — 23.11.2014 @ 12:13

    Lieber Manes Meckenstock,

    du hast wunderbare Berichte von den drei Tagen an der Nahe zusammengestellt. Man bekommt so richtig Lust auf diese Region!
    Vielen Dank dafür.
    Mach weiter so!!

  2. Dr. J. Kunze — 20.12.2014 @ 21:31

    Was für wunderbare Kurzfilme mit dem Herrn Meckenstock, der ja auch bekannt aus Funk und Fernsehen ist. Ich war jetzt schon einige Monate nicht mehr zu Gast auf dem Weinreich-Blog und entdecke diese Beiträge zum ersten Mal und ich muss sagen – Meisenheim und der Meisenheimer Hof werden mein nächstes Ziel in einer der wunderbaren Weingegenden von Rheinland-Pfalz sein – ich kann den blog-Betreiber nur beglückwünschen, dass Sie mit Herrn Meckenstock einen sehr informativen witzigen Berichterstatter gefunden habe – ich hoffe wirklich auf mehr!

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