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IchZeit Rheinland Pfalz
7.11.2014 von:

Weinreise an die Nahe – Tag 2

Nach meinem Ankunftstag in Bad Kreuznach starte ich nun in den zweiten Tag meiner Weinreise an die Nahe:


Ab heute gilt die Pauschale und was mich erwartet sind viele Schmuckstücke und ein facettenreicher Tag. Es geht ins Deutsche Edelsteinmuseum nach Idar-Oberstein. In einer stilvoll restaurierten Gründerzeitvilla sind auf drei Etagen mehrere Tausend Exponate aus aller Welt ausgestellt, die mehr als beeindrucken. Meine Empfehlung: nehmen Sie an einer Führung teil – es ist wirklich spannend verschiedene Hintergründe zu erfahren! Und trotzdem fühlt man sich visuell überfordert: es funkelt und glitzert all überall und genauso viel Spaß wie an den Ausstellungsstücken hab ich an den Museumsbesuchern, die vor den Vitrinen stehen. Die Damen mit größter Entzückung und dem Wunsch, sich mit einigen Stücken sofort schmücken zu wollen – die dazu passenden Herren mit der Panik, diesen Schmuck finanzieren zu müssen. Ich jedenfalls bin schon fast ehrfürchtig, zu wie viel Schönheit die Natur in der Lage ist und was Edelsteinschleifer und Graveure mit ihrer großen Kunst daraus machen können – es ist im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur brillant. Dieses Museum ist Pflicht!

Beim anschließenden Spaziergang durch die Stadt drängt sich mir das Gefühl auf, der hiesige  Einzelhandel besteht nur aus Schmuckgeschäften, Schmuckgeschäften oder Schmuckgeschäften, vor deren Auslagen ich die Damen und Herren aus dem Museum wiedertreffe, nur dass die Männer hier mehr Auslauf haben.

Ich krabbele hoch zur berühmten Felsenkirche, dem eigentlichen Wahrzeichen von Idar-Oberstein. Der Legende nach ließ Fürst Wirich IV. diese im 15. Jahrhundert in den Berg hinein bauen, weil er aus Eifersucht seinen Bruder getötet hatte. Die Kraxelei in den Fels lohnt sich und von hier oben kann man die Nahe-Überbauung bestens sehen. In den 1980er Jahren wurde der Fluss mit einer vierspurigen Straße überbaut, so dass die die Nahe jetzt unterirdisch unter der Stadt hindurch fließt. Dies ist einmalig in Deutschland und wird bis heute kontrovers diskutiert.

Trotzdem bietet die Altstadt noch idyllische Ecken. Das älteste Fachwerkhaus an der Nahe ist das Weinrestaurant Zum Alten Goten aus dem 14. Jahrhundert. Und das ist bekannt für eine regionale Spezialität: über offenem Buchenholzfeuer wird Fleisch gebraten und nimmt den rauchigen Geschmack an – Großartig! In uriger Atmosphäre lassen wir uns diese Köstlichkeit schmecken – so lecker kann Region sein!

Wir fahren weiter nach Meddersheim, um die Winzergenossenschaft Rheingrafenberg zu besuchen. Was diese kleine Vereinigung in die Flasche bringt, ist mehr als ordentlich. Vom einfachen Schoppenwein, über selten angebaute Trauben wie Bacchus oder Scheurebe bis hin zu Lagenweinen, alles ist sauber und bezahlbar. Besonders hat es mir der alte Weinbrand angetan – soviel Qualität für´s Geld würde ich mir manchmal andernorts wünschen.

Ähnliches erwartet uns auch im Hotel Weingut Barth in Meisenheim, hier führt uns die Pauschale hin. Die Winzer sind gerade mitten in der Lese. Vater Reinhold keltert die Trauben, Sohn Gregor steht noch im Weinberg. Vor vier Jahren hat der Sohnemann seine Winzer-Ausbildung in Geisenheim abgeschlossen und krempelt das Weingut gerade kräftig um. Mit großem Erfolg! Im hinteren Teil des Gutes befinden sich das Restaurant und die Zimmer. Propper und ordentlich ist die Unterbringung, Mutter Antje kümmert sich ausnehmend herzlich um die Gäste. Ich fühle mich aufgehoben.
Das Restaurant ist gut gefüllt – mit Einheimischen – was für mich immer ein gutes Zeichen ist. Hier erwartet uns heute Abend ein Vier-Gänge-Menü mit hauseigener Weinbegleitung.

Das Essen ist klasse, die Weine passen prima, sind vollmundig und ausgewogen und ich bin froh, direkt auf dem Hof übernachten zu können. Was gibt es schöneres als satt, matt und angesäuselt nur noch die Treppe hoch zu müssen.

 



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1 Kommentar »

  1. Gerda Sonnen — 23.11.2014 @ 12:04

    Manes Meckenstock,: auch der 2. Tag, eine phantastische Beschreibung der Sehenswürdigkeiten an der Nahe!!! Wer da nicht neugierig wird….

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Wein in Deutschland genießen - Auf Weinreise im WeinReich Rheinland-Pfalz.

Ob Weinprobe, Weinwanderung, die Kombination von Wein & Kultur , Urlaub auf dem Winzerhof oder Weinreise in einer derWeinregionen Deutschlands, das WeinReich Rheinland-Pfalz bietet Freude für Geist und Gaumen. Wein und Kulinarik werden aufs Beste in den Sterne-Restaurants oder beim Besuch einer Straußwirtschaft kombiniert