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IchZeit Rheinland Pfalz
19.11.2014 von:
19
Nov
Victoria
von

Neuer Podcast: Auf Wein- und Kulturreise in Rheinland-Pfalz

Stolze Burgen, die sich über steilen Rebhängen erheben, römische Säulen, die mitten aus den Weinbergen ragen oder Konzerte vor der beeindruckenden Kulisse sich bis zum Horizont ausbreitender Rebflächen – in den rheinland-pfälzischen Weinregionen gehen Weinerlebnis und Kulturgenuss schon seit jeher eine enge Verbindung ein.

Es begann mit den Römern, die den Wein in unser Bundesland brachten. Und da es sich dort, wo Wein wächst, bekanntlich besonders gut leben lässt,  finden sich seitdem und bis heute Siedlungsspuren aus allen Epochen. Neben der gemeinsamen Vergangenheit gibt es zwischen Wein und Kultur aber noch ein weiteres verbindendes Element: Beides fördert den Genuss und streichelt die Seele. Deshalb sind Freunde des Weines besonders empfänglich für Kultur und umgekehrt.

Weingenuss an der Römervilla bei Ungstein

Weingenuss an der Römervilla bei Ungstein

Für diese Menschen wird in Rheinland-Pfalz viel geboten, zum einen natürlich schon durch die „Kulisse“ selbst, angefangen von zahlreichen Burgen und Schlössern über römische Villen und Tempel bis hin zu mittelalterlichen Stadtkernen, Fachwerkhäusern und Jugendstilbauten. Aber auch durch die vielen kleinen und großen Veranstaltungen, die über das Jahr verteilt in allen Regionen stattfinden. Denn die Verantwortlichen haben das große Potenzial, das in diesen einzigartigen Wein-Kultur-Landschaften steckt, längst erkannt. Und so spielt bei zahlreichen großen Kulturevents der Wein eine wichtige Rolle und umgekehrt veranstalten auch viele Weingüter immer wieder Lesungen, Musikveranstaltungen oder dergleichen.

Es gibt also viel zu entdecken. Die neue WeinReich-Podcast-Folge nimmt uns ein Stückchen mit auf diese spannende Reise.

Viel Spaß beim Reinhören!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

 



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18.11.2014 von:
18
Nov
Weinland Nahe e.V.
von

Drei Damen voller Charme und Kompetenz

kpr-Wahl NWK 2014 - (38)

Weinbau-Studentin Laura Weber aus Monzingen zur 53. Naheweinkönigin gekürt – Victoria Gänz und Elisa Marie Reichardt werden sie als Prinzessinnen unterstützen

Nach zweimaligem Auszählen aller Stimmzettel unter notarieller Aufsicht stand es fest: Die 21-jährige Laura Weber aus Monzingen wird ein Jahr lang als Königin den Nahewein repräsentieren, unterstützt von den beiden Prinzessinen Victoria Gänz (22) aus Guldental sowie Elisa Marie Reichardt (19) aus Weiler bei Monzingen. Frenetischer Jubel brandete im Großen Kursaal auf, als Weinland-Nahe-Vorsitzender Wolfgang Eckes und Notar Frank Czaja das Ergebnis der geheimen Wahl bekannt gaben: Die drei charmanten Damen, allesamt fachkundige Winzertöchter und bereits Studentinnen, hatten sich zuvor ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert, um Jury und Publikums zu überzeugen, dessen Urteil zu 25 Prozent in die Entscheidung einfloss.

Die bisherigen Amtsinhaberinnen, Naheweinkönigin Barbara Wollschied, und Prinzessin Sophia Mauer, steckten ihren Nachfolgerinnen die Kronen ins Haar. Stellvertretend für die zweite bisherige Prinzessin, übergab Nadine Poss, die bis vor kurzem amtierende Deutsche Weinkönigin aus Windesheim, die dritte Krone an Prinzessin Victoria.

Die reizende Nadine Poss unterstützte Wolfgang Eckes auch bei der Moderation des abwechslungsreichen Programms, in dessen Rahmen sich die drei Kandidatinnen vorstellen und Fachfragen beantworten mussten. Außerdem mussten sie ihr Wissen um den Bereich „Essen und Wein“ sowie um die touristischen Glanzlichter des Nahelandes beweisen, was ihnen beeindruckend gut gelang. Auch bei einer auf der Bühne nachgestellten Busreise hatten sie keine Probleme, die Fragen ortsunkundiger Gästen umfassend zu beantworten.

In Anlehnung an Deutschlands Humoristen Loriot präsentierte die Windesheimer Theatergruppe den legendären Vertreterbesuch von „Pahlgruber und Söhne“, in dessen Handlung dem Wein rege zugesprochen wird. Ebenso amüsant war die Visite der drei „Lembel-Grazien“, die nach Lektüre einer Ausschreibung für das Amt der Naheweinkönigin sich selbst eingestehen mussten, gegen Barbara Wollschied chancenlos zu sein.

Während des Abendessens, unterhielten Marc Kluschat aus Gudental und Julia Oschewsky aus Amsterdam mit Gesang und Instrumentalmusik.

In ihrer Abschiedsrede, bei der bekannte Liedtexte („An Tagen wie diesen“) als roter Faden dienten, bedankten sich Naheweinkönigin Barbara Wollschied und Prinzessin Sophia Mauer für die bleibenden Erlebnisse, die sie in ihrer einjährigen Amtszeit sammeln durften, beispielsweise für „königlichen Rebschnitt in Berlin bei minus 18 Grad“. Barbara und Sophia dankten ihren Familien, Freunden und allen anderen, die sie in ihrem Amt unterstützt haben. Ihr besonderer Dank galt Königinnen-Coach Heinz Kaul, der sie einfühlsam auf ihr Amt vorbereitet hat, sowie der „Queen Familie“ Laura Schneider, Sigrid Voigt und Markus Zöllner. Von der herzlichen Art der beiden Weinmajestäten, denen Laura Schneider zur Erinnerung an die Amtszeit Ringe überreichte, wurde auch das Publikum erfasst und gerührt.

Ab dem Moment, in dem Laura Weber erfuhr, dass sie zur 53. Naheweinkönigin gewählt worden war, flossen reichlich Freudentränen – auf der Bühne und beim im Saal jubelnden Publikum. Nach Überreichen der Krönchen und den obligatorischen Pressefotos stürmten die Familien und Freunde der drei jungen Damen die Bühne und überhäuften sie mit ihren Glückwünschen. Die Jubelstimmung hielt noch lange an, denn das Naheland hat offenbar wieder drei talentierte Botschafterinnen gefunden, die die Region und deren Weine charmant repräsentieren werden. Dies wurde bei der anschließenden Weinparty noch ausgiebig und ausgelassen gefeiert.



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17.11.2014 von:
17
Nov
gehler
von
Kategorie:

Rezept: Zwiebelkuchen ohne Teig

Zutaten:

1 kg Gemüsezwiebeln gewürfelt, 250 gr geriebenen Emmentaler,250 gr Schinken gewürfelt, 120 gr Butter, 120 gr Mehl, 6 Eier, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Alle Zutaten gründlich vermischen. Backblech mit Backpapier auslegen, die Masse darauf geben und glatt streichen. Im vorgeheizten Ofen bei 170 ° ca. 45 -60 Minuten backen (je nach gewünschtem Bräunungsgrad).

Zu diesem herbstlichen Schmaus passt gut der Silvaner.

 

 



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12.11.2014 von:
12
Nov
Manes Meckenstock
von

Weinreise an die Nahe Teil 3

Nach Tag 1 und Tag 2 meiner Weinreise an die Nahe geht es jetzt weiter, im rheinland-pfälzischen Freilichtmuseum in Bad Sobernheim starten wir in den 3. Tag. Um das Alltagsleben der letzten 500 Jahre anschaulich und greifbar zu machen, sind alte historische Häuser abgebaut und hier im malerischen Nachtigallental wieder originalgetreu aufgebaut worden. In kleinen Museumsdörfern präsentieren sich die unterschiedlichen rheinland-pfälzischen Regionen, eingebettet in Hausgärten, Äcker und Wiesen. Zu jedem Gebäude ist die Historie auf einer Stele beschrieben, die Umrisse des Bauwerks sind für Blinde ertastbar, überhaupt wirkt die Anlage voll von Sinnen. Vor allem für Kinder gibt es hier ein sehr schönes Angebot wie zum Beispiel ein Naturlehrpfad.

Mich verblüffen besonders die verschiedenen Ausstattungen in den Häusern. Frühere Originaleinrichtungen machen mir bewusst, wie gut es mir heute geht mit Heizung und fließendem Wasser in der Wohnung, andere stimmen mich schon fast melancholisch, weil sie so schön nostalgisch und romantisch wirken wie ein früherer Frisörsalon oder eine alte Jugendstil-Metzgerei.

Schade, ich wär gern noch ein Stündchen länger hier, so spannend finde ich es, aber eine Draisinentour wartet auf uns. Die Draisine wird wie ein normales Fahrrad mit Pedalen angetrieben und läuft auf vier Rädern auf dem Gleis. Lenken ist nicht nötig und so bleibt einem genug Zeit, die malerische und abwechslungsreiche Strecke zu genießen.  Um Zusammenstöße zu vermeiden, fahren die Draisinen an gerade Tagen in die eine, an ungeraden in die andere Richtung. Große Empfehlung, das Teil ist wirklich klasse und macht Spaß – zumindest bei schönem Wetter!

Strahlender Sonnenschein erwartet uns in Meisenheim am Glan, das ist der größte Nebenfluss der Nahe,  der bis 1945 Bayern von Preußen trennte. Die Altstadt von Meisenheim ist die einzige weit und breit, die nie durch Krieg oder Brand zerstört wurde und dadurch einen zauberhaften Reiz ausübt.  Unsere Führerin heißt Susann Lütteke, die uns mit Witz und Biss durch´s Städtchen führt, spannende Geschichten zu erzählen weiß, zum Beispiel über die evangelische Schlosskirche mit ihrer hohen Steinmetzkunst – die Grabmäler der Pfälzer Fürsten sind mit ihrer Dreidimensionalität ein Paradebeispiel dafür.  Ab und zu kann man auch den Kirchturm ersteigen – natürlich mit Drehwurm. Die Sicht ist grandios und mit ihrer teilweise noch erhaltenen Stadtmauer wirkt Meisenheim wie aus einem Zeichentrickfilm von Walt Disney.  Zwei Hauptstraßen prägen das Stadtbild: die Untergasse war für´s einfache Volk, die sich hier mit ihren Gewerken und Geschäften angesiedelt haben – ein paar Autos weniger würden dieser sehr gut tun – und die Obergasse, die dem hohen Stand und Adel vorbehalten blieb.

Das schönste Haus ist für mich der Boos von Waldecksche Hof, ein historisches Gebäude, das vom Verfall bedroht war. Der eingeborene Anwalt Christian Held kaufte dieses Gemäuer und sanierte es mit Liebe zum Detail und mit viel, viel Geschmack. Hut ab vor soviel (kostenintensiver) Initiative!  So kann man im Rittersaal unter den milden Augen eines Alt-Adeligen heiraten oder auch hauseigene Weine und Brände verkosten, und diese präsentiert des Helden Schwester Charlotte. Sie ist mit Herzblut dabei und führt mit großem Charme und Witz durch die Probe, mit hohem Qualitätsanspruch an sich selbst und ihre Produkte. Dieser Anspruch übertragt sich auch auf das gegenüber liegende Gebäude der Familie, den Meisenheimer Hof. Allein schon die Ausstattung ist eine Augenweide, so wurde zum Beispiel ein alter Brunnen in die Gastronomie integriert.

Das Menue wird zum Höhepunkt eines sowieso schon herausragenden Tages. Küchenchef Markus Pape zaubert mit regionalen Zutaten kleine Kunstwerke auf den Teller – ich kann den Ausdruck „Sinnesfreude“ förmlich schmecken.  Und dazu noch die passenden Weine – schöner kann man einfach nicht abschließen!

Mir ist die Nahe deutlich näher gekommen und ich kann Ihnen nur die Empfehlung aussprechen: lassen Sie auch mal eine solche Nähe zu!

 

Probe-Paket: Winzergenossenschaft Rheingrafenberg-Meddersheim

– 2 Flaschen 2013 Meddersheimer Altenberg Martinswein, Riesling QbA feinherb

– 2 Flaschen 2013 Meddersheimer Altenberg Martinswein, Riesling QbA lieblich

– 1 Flasche Grauer Burgunder QbA

– 1 Flasche Pinot Noir Rosé trocken

Preis pro Paket (6 Flaschen) 43,30 € inkl. Versand

Bestellung an service@rheingrafenberg.de



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12.11.2014 von:
12
Nov
Tina
von

Early Bird Ticket – „Die junge Südpfalz isst gut!“

Wer kauft schon die Katze im Sack? Das fragt sich auch die Südliche Weinstrasse e.V. und bringt 200 EARLY BIRD Tickets, für „Die Junge Südpfalz isst gut“ am 30.01.2015 auf den Markt. Die Location bleibt noch unbekannt.

 

Early Bird Tickets - Junge Südpfalz isst gut

Early Bird Tickets – Junge Südpfalz isst gut

 

Neben der erfolgreichen „Burg rockt!“ auf Burg Landeck im Sommer mit der Jungen Südpfalz, wird im Winter wieder gefeiert. Zusammen mit den „kulinarischen Komplizen“ verwandeln die Jungwinzer ungewöhnliche Locations in kulinarische Entwicklungszentren. Auch am 30.01.2015 steigt wieder eine große Party. Neu bei den „kulinarischen Komplizen“ ist Oliver Weisch vom Parkhotel in Landau. Aber auch alte Bekannte, darunter Nico Krüger (Culinarium Bad Bergzabern), Alexander Kurz (Hotel Prinzregent Edenkoben), Björn Reuter (WeinRestaurant Fritz-Walter Niederhorbach) und Marc Wendel (Kapeller Hopfestubb Kapellen-Drusweiler) sind mit von der Partie.

Das Logo der Jungen Südpfalz und den kulinarischen Komplizen.

Das Logo der Jungen Südpfalz und den kulinarischen Komplizen.

 

Musikalisch hat der Veranstalter, Südliche Weinstrasse e.V., auch für kommendes Jahr tolle Highlights verpflichtet: Rolf Stahlhofen & friends live in concert und zur späteren Stunde wird Enrico Ostendorf mit dem passenden Beat durchstarten.

 

Eindrücke zur Glashausparty 2014 in Herxheim

Eindrücke zur Glashausparty 2014 in Herxheim

 

Isaac Roosevelt bei der Glashausparty 2014

Isaac Roosevelt bei der Glashausparty 2014

Die Eintrittskarte beinhaltet 2 Weinjetons und 4 Genussjetons. Wein kann nach Belieben nachgekauft werden. Das Early Bird – Ticket, bei welchem die Location noch unbekannt bleibt, kostet 45 €. Das Early Bird-Kontingent liegt bei 200 Karten, die nur beim SÜW SHOP in der Kreisverwaltung erhältlich sind oder durch Vorkasse zugeschickt werden können. Max. können pro Person 6 Karten gekauft werden.

Öffnungszeiten SÜW Shop

MO-DO: 8:30 h -12:30 h und 14:00 h – 16:00 h

FR: 8:30 h – 12:30 h

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, muss den regulären Kartenverkauf abwarten. Die Location wird dann bekannt sein und die Karte kostet 49 €. Diese Karten sind dann auch online erhältlich. Weitere Infos hierzu auf unserer Website www.diejungesuedpfalz.de



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7.11.2014 von:

Weinreise an die Nahe – Tag 2

Nach meinem Ankunftstag in Bad Kreuznach starte ich nun in den zweiten Tag meiner Weinreise an die Nahe:


Ab heute gilt die Pauschale und was mich erwartet sind viele Schmuckstücke und ein facettenreicher Tag. Es geht ins Deutsche Edelsteinmuseum nach Idar-Oberstein. In einer stilvoll restaurierten Gründerzeitvilla sind auf drei Etagen mehrere Tausend Exponate aus aller Welt ausgestellt, die mehr als beeindrucken. Meine Empfehlung: nehmen Sie an einer Führung teil – es ist wirklich spannend verschiedene Hintergründe zu erfahren! Und trotzdem fühlt man sich visuell überfordert: es funkelt und glitzert all überall und genauso viel Spaß wie an den Ausstellungsstücken hab ich an den Museumsbesuchern, die vor den Vitrinen stehen. Die Damen mit größter Entzückung und dem Wunsch, sich mit einigen Stücken sofort schmücken zu wollen – die dazu passenden Herren mit der Panik, diesen Schmuck finanzieren zu müssen. Ich jedenfalls bin schon fast ehrfürchtig, zu wie viel Schönheit die Natur in der Lage ist und was Edelsteinschleifer und Graveure mit ihrer großen Kunst daraus machen können – es ist im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur brillant. Dieses Museum ist Pflicht!

Beim anschließenden Spaziergang durch die Stadt drängt sich mir das Gefühl auf, der hiesige  Einzelhandel besteht nur aus Schmuckgeschäften, Schmuckgeschäften oder Schmuckgeschäften, vor deren Auslagen ich die Damen und Herren aus dem Museum wiedertreffe, nur dass die Männer hier mehr Auslauf haben.

Ich krabbele hoch zur berühmten Felsenkirche, dem eigentlichen Wahrzeichen von Idar-Oberstein. Der Legende nach ließ Fürst Wirich IV. diese im 15. Jahrhundert in den Berg hinein bauen, weil er aus Eifersucht seinen Bruder getötet hatte. Die Kraxelei in den Fels lohnt sich und von hier oben kann man die Nahe-Überbauung bestens sehen. In den 1980er Jahren wurde der Fluss mit einer vierspurigen Straße überbaut, so dass die die Nahe jetzt unterirdisch unter der Stadt hindurch fließt. Dies ist einmalig in Deutschland und wird bis heute kontrovers diskutiert.

Trotzdem bietet die Altstadt noch idyllische Ecken. Das älteste Fachwerkhaus an der Nahe ist das Weinrestaurant Zum Alten Goten aus dem 14. Jahrhundert. Und das ist bekannt für eine regionale Spezialität: über offenem Buchenholzfeuer wird Fleisch gebraten und nimmt den rauchigen Geschmack an – Großartig! In uriger Atmosphäre lassen wir uns diese Köstlichkeit schmecken – so lecker kann Region sein!

Wir fahren weiter nach Meddersheim, um die Winzergenossenschaft Rheingrafenberg zu besuchen. Was diese kleine Vereinigung in die Flasche bringt, ist mehr als ordentlich. Vom einfachen Schoppenwein, über selten angebaute Trauben wie Bacchus oder Scheurebe bis hin zu Lagenweinen, alles ist sauber und bezahlbar. Besonders hat es mir der alte Weinbrand angetan – soviel Qualität für´s Geld würde ich mir manchmal andernorts wünschen.

Ähnliches erwartet uns auch im Hotel Weingut Barth in Meisenheim, hier führt uns die Pauschale hin. Die Winzer sind gerade mitten in der Lese. Vater Reinhold keltert die Trauben, Sohn Gregor steht noch im Weinberg. Vor vier Jahren hat der Sohnemann seine Winzer-Ausbildung in Geisenheim abgeschlossen und krempelt das Weingut gerade kräftig um. Mit großem Erfolg! Im hinteren Teil des Gutes befinden sich das Restaurant und die Zimmer. Propper und ordentlich ist die Unterbringung, Mutter Antje kümmert sich ausnehmend herzlich um die Gäste. Ich fühle mich aufgehoben.
Das Restaurant ist gut gefüllt – mit Einheimischen – was für mich immer ein gutes Zeichen ist. Hier erwartet uns heute Abend ein Vier-Gänge-Menü mit hauseigener Weinbegleitung.

Das Essen ist klasse, die Weine passen prima, sind vollmundig und ausgewogen und ich bin froh, direkt auf dem Hof übernachten zu können. Was gibt es schöneres als satt, matt und angesäuselt nur noch die Treppe hoch zu müssen.

 



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5.11.2014 von:

Auf Weinreise an die Nahe Teil 1

Für „Zimmer frei“ war ich schon mal an der Nahe, um in Guldental einen Einspieler mit Johann Lafer in seiner Kochschule zu drehen. Jetzt darf ich wieder dorthin, um ein Angebot zu testen.

Tag 1 (Bad Kreuznach):
Ich gönne mir einen zusätzlichen Tag in Bad Kreuznach und bringe zuerst mein Gepäck in den Fürstenhof, ein Sympathie-Hotel, das seinem Namen alle Ehre macht. Auch wenn das Haus optisch nicht ins Kurviertel passt, so sind es die Zimmer, die diesen Eindruck wieder raus reißen: Vier Sterne, unter denen sich gut übernachten und frühstücken lässt.

Unmittelbar am Hotel sind dann auch die Gesundheitszentren, für die das Bad bekannt ist. Schon die Kelten und Römer wussten die wohltuende Wirkung der Solequellen zu schätzen. So entstanden riesige Zerstäuber für eine kostenlose Inhalationstherapie: man setzt sich auf ein Plastik-Stühlchen und atmet langsam durch: eine tiefgehende Form von Entschleunigung. Im nahegelegenen Salinental tröpfelt das Wasser an gestapeltem Reisig runter. So haben die Kelten schon Salz gewonnen und die gesunde Luft eingeatmet. Ich komme langsam runter und genieße die Ruhe. Anfang letzten Jahrhunderts konnte in der Luft eines alten Bergwerkstollens dann noch Radon nachgewiesen werden, ein radioaktives Edelgas, das sich bei der Schmerz- und Entzündungshemmung bewährt hat.

Nach soviel Gesundem entschließe ich mich zum Gegenprogramm: seit 125 Jahren kümmert sich das Café Wahl um eine andere Form der Therapie, nämlich die der Fettanreicherung. Die Kalorien winken einem schon aus der Glastheke entgegen und ich kann mich gar nicht entscheiden, welche Torte ich nun probieren soll. Und als ich dann noch gefragt werde, ob ich meinen Kuchen mit Sahne möchte, fühle ich mich wie in dem berühmten Lied von Udo Jürgens und höre mich flüstern: „aber bitte mit…“

Mein Verdauungsspaziergang führt mich die Nahe entlang. Idyllisch fließt der Unterlauf des Flusses durch die Stadt, umgeben von Weinbergen. Immer wieder bleibe ich stehen um die Aussicht zu genießen. Oberhalb der Stadt thront die Kauzenburg, eine Burgruine, die in den 70er Jahren in eine Gastronomie umgebaut wurde, im Geschmack der damaligen Zeit. Ob man das heute noch so bauen würde? Ich kann´s mir nicht vorstellen.

Und plötzlich tauchen sie auf, die berühmten Brückenhäuser aus dem 15. Jahrhundert, die auf die alte Nahebrücke gebaut sind – sie sind das Wahrzeichen der Stadt. Auch hier halte ich inne und finde Vergnügen daran, den Enten und Schwänen vor dieser Kulisse bei ihren Schwimmkünsten zuzusehen. Ich mache mich auf in die Altstadt, die ist durch die Nahe geteilt: in einen lebendigen Bereich mit Fußgängerzone und dem üblichen Einzelhandel. Mich spricht die ruhigere Hälfte heute mehr an. Angenehm altmodisch empfinde ich hier das Angebot, und ich fühle mich ein bisschen in meine Kindheit zurückversetzt: bemalte Hausfassaden, selten gewordene Ladenlokale wie ein Putzmacher mit seinem Mützen- und Hutangebot oder ein Handarbeitsgeschäft. Ganz ungewöhnlich finde ich einen Pudelfrisör, auch wenn ich bis jetzt keinen einzigen Pudel gesehen habe.

Die Altstadt herzelt mit ihren historischen Häusern und mich spricht besonders eins an, das eine Gastronomie beinhaltet: das Gasthaus Krone. Innen urig eingerichtet, setze ich mich auf die Terrasse und freue mich auf leckeren Nahe- Wein und rustikales Essen – einfach und ehrlich, ohne große Schnörkel und sehr lecker. Hier trinke ich noch ein zweites und drittes Gläschen und schaue mir auf dem Weg ins Hotel noch mal die illuminierten Brückenhäuser an – so schön kann Bad Kreuznach  sein!



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3.11.2014 von: Tina Wilhelmus
3
Nov
Tina Wilhelmus von
Tina Wilhelmus

Calmont: Heißer Berg & kühler Riesling. Tief ins Glas geschaut … bei Kilian und Angelina Franzen

Mit dem steilsten Weinberg Europas stürzten wir uns ins Abenteuer unseres Lebens und sind damit glücklicher denn je.“

Dieses persönliche Statement stammt von Kilian und Angelina Franzen, einem jungen, aufgeschlossenem und ungemein sympathischeren Paar von der Terrassenmosel, hinter dem eine Zeit voller Höhen und Tiefen, Anstrengungen und Glück liegt. 

Wanderung_Calmont_5

Weinbau ist Handwerk, Weinbau ist Kunst … aber Weinbau am Calmont ist Wahnsinn. 67% Steigung. Den Traktor muss man am Moselufer parken, um dann entweder zu Fuß oder mit der Monorackbahn, die mehr Nervenkitzel-Potential hat als so manche Achterbahn – bis zu 200 Höhenmeter zu überwinden. Ohne Schwindelfreiheit, festes Schuhwerk und der nötigen Portion Leidenschaft für 100 % Handarbeit geht hier gar nichts. 

Wanderung_Calmont_4

Der Begriff Calmont stammt übrigens vom lateinischen calidus mons = heißer Berg. Dass der Berg auch Mitte Oktober noch das Potenzial hat, einen ins Schwitzen zu bringen, konnte ich am eigenen Leib erfahren… aber davon später mehr.

Weingut_Franzen_Bremm_Probe3

Nach einer absoluten Hochphase um 1900 flachte die Nachfrage nach Moselweinen im Laufe des 20 Jh. zunehmend ab, was dazu führte, dass die extrem arbeitsintensiven Lagen am Calmont aufgegeben wurden und zunehmend verwilderten. Ulrich und Iris Franzen, die Eltern von Kilian, begannen dann im Jahr 2000 mit Unterstützung des Kulturamtes und einem Helferteam die Rekultivierung: Es galt den Hang zu roden, Monorackbahnen zu bauen und neue Reben zu pflanzen.

Weingut_Franzen_Bremm_Probe4

Dieses Projekt führen Kilian und Angelina nun sehr erfolgreich fort … und damit den Traum seiner Eltern, die leider viel zu früh verstorben sind. Derzeit sind von den Franzens und weiteren Winzern wieder 12 ha im Calmont bewirtschaftet und in den so genannten „Kaulen“ zwischen den steilen Felsen sieht man nur noch wenige Brachen.

Herbst_Panorama_Wanderung_Calmont

In Bremm und Umgebung besitzt das Weingut Franzen derzeit ca. neun Hektar, sieben davon im absoluten Steilhang oder – wie die beiden es nennen – „auf Messers Schneide“. Alle Weine werden spontan angegoren, die Guts- und Lagenweine (erkennbar an der schwarzen Kapsel) erhalten bei Bedarf schon mal Unterstützung durch Reinzuchthefen, den Goldkapseln lässt man dagegen alle Zeit der Welt und Raum für ihre ganz eigene Individualität. Geschmacklich liegen die Franzen-Weine überwiegend im trockenen Bereich, aufgrund der moderaten Säure und den mal eher dezenten, mal voll aufblühenden Fruchtaromen sind diese Weine aber alles andere als ausschließlich für Trockenfreaks.

Weingut_Franzen_Bremm_Probe

Davon konnten wir uns bei einer ebenso ausführlichen wie amüsanten Probe in der Probierstube (oder neudeutsch Vinothek) überzeugen, die vor etwa sechs Jahren übrigens eine der ersten an der Mosel war, die auf dunkle Eiche-Schrankwand, greilich (moselfränkisch für schrecklich) gemusterte Polster-Stühle und Plastikreben-Deko verzichtete und statt dessen mit warmen Hölzern, freundlichen Farben und angenehmem Licht eine Atmosphäre zaubert, bei der Wein probieren und kaufen wirklich Spaß macht. Unbedingt nachahmenswert!

Weingut_Franzen_Bremm_Probe2

Weinprobe:

Wir starten mit dem Gutsriesling „Quarzit-Schiefer“, der in einem Seitenhang des Calmonts auf Quarzitboden wächst und einen wunderbar mineralischen Einstieg in die Kollektion bietet.

Weingut_Franzen_Bremm_Probe7

Weiter geht’s dann gleich mit etwas ganz Besonderem:
„Der Sommer war groß“ ist ein Wein, der Spaß macht: Auf der Zunge und für’s Auge. Das Etikett ist ein echter Hingucker, der Titel stammt aus einem Gedicht von Rilke. Dieser Wein ist ein Wein für’s Herz, denn er ist ein Wein mit Geschichte… im wahrsten Sinne des Wortes, denn seit seinem Debüt im Jahr 2011 gibt es zu dem Wein jedes Jahr einen Flyer, der einen in einer flott gezeichneten Bildergeschichte auf Zeitreise durch das ganz persönliche Weinjahr von Kilian und Angelina nimmt. Über 2013 liest man zum Beispiel, wie Kilian den unter Höhenangst leidenden Stuart Pigott mit seiner Monorackbahn den steilsten Weinberg hochkutschiert hat, dass der FOCUS ihren „Calmont“ auf Platz 1 von 700 Weinen gewählt hat und dass man kräftig in eine neue Küche, einen Holzofen und mit der Hochzeit im Dezember ins persönliche Glück investiert hat.

Weingut_Franzen_Bremm_Probe5
Der „Sommer“ ist ein Cuvée aus den drei besten Steillagen des Weingutes: Bremmer Calmont, Bremmer Kapplay und Neefer Frauenberg. Spannend ist dabei, dass die Weine aus den Bremmer Lagen und der direkt gegenüberliegenden Neefer Lage vollkommen andere Charaktere sind, was wohl vorrangig mit der Bodenbeschaffenheit zusammenhängt. Der dunkelgrauer Schiefer in Neef verleiht den Weinen Fruchtigkeit und Blumigkeit, der von Quarzit und Sandstein durchzogene rötliche Schiefer in Bremm Mineralik und Würze. Laut Angelina tendieren Frauen bei Proben häufig zum blumigen, Männer zum mineralischen Geschmack. „Unser „Sommer“-Wein schmeckt beiden“, sagt sie und grinst dazu. Das können wir in unserem Fall direkt mal bestätigen und machen ein dickes X auf unserer Bestellliste.

Mehr über den „großen Sommer-Wein“ aus 2011 sowie das Rilke-Gedicht könnt ihr bei Peer F. Holm hier nachlesen.

 

Danach probieren wir die Lagenweine „Neefer Frauenberg“ und „Bremmer Calmont“ – einmal in der „Basisvariante“ einmal als „Großes Gewächs“, dazu ein Neefer GG aus 2011 und den Top-of-the-Range Wein „Calidus Mons“. Die GGs unterscheiden sich von den einfachen Lagenweinen durch das Alter der Reben (ab 60 Jahre), den Zeitpunkt der Lese (meist 3. Lesedurchgang) und durch ein längeres Hefelager. Die Reben des Calidus Mons haben stattliche 96 Jahre auf dem Buckel. „Nach der Lese piddeln wir abends auf dem Tisch nochmal nach, um nur die besten Qualitäten in die Flasche zu bringen“, erklärt mir Kilian, der eben erst von der diesjährigen Lese nach Hause gekommen ist. Mit 16 Gramm Restzucker fällt dieser Wein nicht mehr in den trockenen Bereich und mich fasziniert die Cremigkeit und der feine Karamell. Wenn ihr noch mehr über den Geschmack der Weine erfahren möchtet, empfehle ich euch die Artikel von Chris T. Gampe „I am Franzen“

und Peer F. Holm „Wein & Wissen: Großes Gewächs – GG einmal anders.

Nachdem wir die ein oder andere Flasche nochmal nachprobiert und fleißig den Bestellzettel ausgefüllt haben, lassen wir uns von Angelina noch ein paar Tipps für Straußwirtschaften, Restaurants und Ausflugstipps geben. Klar ist aber schon eins: Morgen werden wir mit einer Flasche „Sommer“ im Gepäck den Calmont durchwandern. Was kann es Schöneres geben, als einen besonderen Wein direkt dort zu trinken, wo er gewachsen ist.

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Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel, bei dem wir jedoch das angebotene Industrie-Rührei ausgelassen haben, sind wir in Bremm los und haben dann erst mal den steilen Aufstieg zum Gipfelkreuz hinter uns gebracht. 45 Minuten und jede Menge Schweiß hat das gekostet, so dass wir uns oben angelangt erst mal mit zwei hervorragenden Weinen vom Weingut Michael Franzen belohnt haben (ja, Franzen heißen hier viele ;-), den Mut eines Drachenfliegers (Video) sowie die herrliche Aussicht genossen haben.

 

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Die Wanderung durch den Wald Richtung Ediger-Eller war dann richtig entspannt, bevor wir oberhalb des Ortes in den Klettersteig zurück nach Bremm eingestiegen sind. Der Nebel vom Morgen hatte den Weg etwas klitschig gemacht und wir waren nicht ganz sicher, wie die junge Japanerin, die uns in goldenen Ballerinas entgegenkam, hier durchkommen würde. Das Gleiche dachte bestimmt auch eine Gruppe aus Sachsen über uns, denen wir immer mal wieder begegneten, wobei wir meist mit einem Glas Wein in der Hand im Weinberg saßen und die Sonne genossen.

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Trotzdem haben wir es sicher durch den Steig mit „teils alpinem Charakter“ (wie uns das Warnschild mitteilte) geschafft, konnten dabei den grandiosen Ausblick auf das Moseltal und die Klosterruine Stuben genießen sowie den Bremmer Winzern bei der Traubenlese zusehen.

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Fazit: Mein Respekt vor der Arbeit der Steillagen-Winzer im Allgemeinen und am Calmont im Besonderen ist mit dieser Wanderung noch einmal größer geworden, ebenso meine Bereitschaft, für diese Weine einen anständigen Preis zu zahlen. Vielleicht wäre es im Zuge der Diskussion, wie viel deutsche Weintrinker für eine Flasche ausgeben, eine gute Idee, eine Art Wein-Bildungs-Programm ins Leben zu rufen und die Teilnehmer in der ersten Unterrichtsstunde gleich mal durch den Calmont zu scheuchen und dazu „River deep Mountain high“ von Tina Turner singen zu lassen 😉

 

Zum Weiterlesen:

Chris T. Gampe: I am Franzen

http://www.weinkaiser.de/i-am-franzen/

Peer F. Holm: Wein & Wissen: Der Sommer war sehr groß.

http://www.wein-wissen.de/2012/03/der-sommer-war-sehr-gross/


Peer F. Holm: Wein & Wissen:
Großes Gewächs – GG einmal anders

http://www.wein-wissen.de/2014/10/grosses-gewaechs-gg-einmal-anders/

Dirk Würtz: Stern.de: So viel bezahlen Deutsche für eine Flasche Wein
http://blogs.stern.de/easydrinking/geiz-ist-ungeil

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