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IchZeit Rheinland Pfalz
28.02.2013 von:
28
Feb
Janina
von

Der fabelhafte Isegrim-Hof in Bad Dürkheim

Was ist eigentlich ein Isegrim? Der Literaturkenner weiß: In Goethes Epos „Reineke Fuchs“ trägt der Wolf diesen Namen – und das brachte die Familie Wolf auf die Idee, ihrem Weingut den unverkennbaren Namen „Isegrim-Hof“ zu geben. Der Wolf begegnet als gemütlicher Weinliebhaber auf den Etiketten der Isegrim-Weine.

Der verschneite Isegrim

Der verschneite Isegrim

Seit über 100 Jahren ist die Familie im Weinbau tätig und baut seit 1959 ihre Weine auf einem Hofgut aus, das mitten in der Weinlage Herrenberg am Rande von Ungstein liegt. Für den Ausbau der Weine zeichnet Klaus Wolf verantwortlich, dessen Vater den Betrieb 1984 zum Mitglied des Biolandverbandes machte. Der ökologische Gedanke ist tief in der Philosophie der Familie verwurzelt und beeinflusst das alltägliche Leben und natürlich insbesondere den Weinbau. Dabei ist besonders die nachhaltige Bewirtschaftung des Bodens zentral – als Vorreiter ließ der Isegrim-Hof bereits in den 80ern in seinen Rebzeilen eine natürliche Begrünung sprießen, während es bei manchem Nachbar noch eher nach Wüste aussah. Mittlerweile habe allerdings, so Klaus Wolf, zum Glück ein allgemeines Umdenken stattgefunden. Die Begrünung ist wichtig für ein gesundes und aktives Bodenleben, von dem die Reben und so letztendlich auch die Weine profitieren.

Vom Isegrim-Hof werden ca. 12 Hektar Reben rund um Ungstein bewirtschaftet – darunter auch die Hauslage Herrenberg und weitere Toplagen wie Spielberg und Weilberg. Um die 50 Prozent davon sind Riesling, die Pfälzer Rebsorte schlechthin. Der Riesling sei es, der international als deutsche Spezialität angesehen werde – und warum sollte man nicht das machen, was man am besten kann, meint Wolf. Daher nehmen auch die roten Sorten nur einen kleinen Teil des Sortenspektrums ein, doch auch der Rotweinliebhaber wird fündig: Bei einer Cuvéekollektion, deren Weine phantasievoll nach weiteren Charakteren aus „Reineke Fuchs“ benannt sind.

Das Hofgut im Sommer

Das Hofgut im Sommer

Absatz finden die Bioweine vor allem bei Privatkunden. Zunehmend gewinnt aber der eigne Webshop an Bedeutung und auch im Fachhandel und im Naturkosthandel sind Isegrim-Weine vertreten. Einen Publikumsmagneten haben die Wolfs mit der hauseignen „After-Work-Party“ geschaffen, die von Mai bis August an jedem ersten Freitag im Monat steigt. Natürlich, so Wolf, könne man bei den weinfestverwöhnten Pfälzern ohne Livemusik nicht bestehen. Deshalb lädt sich der Winzer immer Musiker zu seinem Fest ein, wobei die Freunde von lockerem Jazz auf ihre Kosten kommen – einfach mal vorbeischauen und gleichzeitig den Isegrim-Hof kennenlernen!

Die Weinempfehlung des Winzers: Seine trocken ausgebaute Cuvée aus Chardonnay und Weißburgunder begegnet uns demnächst bei den Dürkheimer Weinnächten und kann dort direkt probiert werden!

Mehr über die Bad Dürkheimer Weinkultur gibt’s hier!



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27.02.2013 von:
27
Feb
Janina
von

„Manpower“ beim Weinbau der Lebenshilfe in Bad Dürkheim

Angefangen hat alles mit ein paar Terrassen unterhalb der Wachenheimer Wachtenburg – hier ergriff 1985 die Lebenshilfe Bad Dürkheim die Initiative und rette die ehemaligen Rebflächen, indem sie die arbeitsintensiven Terrassen rekultivierte. Der hier angepflanzte Wein war der Grundstein für den Weinbau der Lebenshilfe – bis heute ist der „Wachenheimer Schlossberg“-Riesling einer der Premiumweine des Betriebs. Bereits in der Gründungsphase entschied man sich für die scharfen Richtlinien des Biolandverbandes und war damit in den 80ern Vorreiter in Sachen ökologischer Weinbau.

Lebenshilfe

Mittlerweile hat sich einiges getan: Die Rebfläche ist auf rund 18 Hektar angewachsen, weitere Terrassenlagen, zum Beispiel am Dürkheimer Michelsberg, konnten dazugewonnen werden. Aus einem angemieteten Keller im Nachbarort Wachenheim ist das Weingut in seine eigenen Räumlichkeiten in der Nähe des Dürkheimer Krankenhauses gezogen. Für den Ausbau der Weine sind die zwei jungen Kellermeister Martin Fußer und Jan Hock zuständig. Hinter ihnen steht ein großes Team: Neben zwei weiteren festangestellten Winzern und meist einigen FÖJlern arbeiten 25 Menschen mit geistiger Behinderung mit. Und diese Meute steht morgens gegen acht Uhr auf der Matte und möchte beschäftigt werden – da geht es hoch her und für die beiden Kellermeister ist es eine tägliche Herausforderung, jedem die passende Arbeit zu geben. Doch hier sind alle mit merklicher Freude dabei und es wird mit viel Ehrlichkeit und Emotion zusammengearbeitet.

Eine so große Mannschaft im Rücken hat einen entscheidenden Vorteil, wie Martin erklärt: Statt auf Maschinenkraft und technische Finessen wird hier auf „Manpower“ gesetzt. Gerade das ermöglicht die Bewirtschaftung der intensiven Terrassenlagen, wo auf größere Maschinen ohnehin verzichtet werden muss. Und auch der Anbau nach ökologischen Richtlinien, der einfach mehr Handarbeit erfordert, wird so erleichtert. Bei der Verarbeitung werden die Trauben möglichst geschont, indem sie zum Beispiel wenig gepumpt werden, und selbst beim Abfüllen und Etikettieren läuft alles eher „antiautomatisch“ ab, sodass jeder aus der lebhaften Mannschaft etwas zu tun hat und ein Teil des Ganzen ist.

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Heraus kommen Qualitätsweine, die sowohl als leichte Gutweine wie auch als klassische Kabinettweine und charaktervolle Lagenweine angeboten werden. Auffällig ist auch die besondere Gestaltung der selbst gemalten Etiketten, die den Charakter dieses etwas anderen Betriebs schön widerspiegelt. Das Sortenspektrum dominiert klar der Riesling und auch der Lagengedanken kommt vielfach zum Ausdruck – logisch bei einem Betrieb, der seine Anfänge auf dem traditionellen Wachenheimer Schlossberg genommen hat! Der ist übrigens ein Lieblingsplätzchen der beiden Kellermeister: Wenn der Trubel vorbei ist lassen sie hier die Beine von den Terrassenmauern baumeln, schauen in die Rheinebene und freuen sich über ihre gelungen Weine!

Mehr über Bad Dürkheim und seine Winzer gibt’s hier zu lesen!



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26.02.2013 von:
26
Feb
Victoria
von
Kategorie: Regionen, webLese,

Vlogs und Co – vom Aussterben bedroht?

Neulich sah ich eine sehr interessante Folge von Hendrik Thoma („Wein am Limit“) unter dem Titel „Ein alter Freund“. Abgesehen davon, hier mit Herbert R. Marwede eine sehr interessante „Weinnase“ vorgestellt zu bekommen, regte mich auch die Präsentationsform, sprich das Video, zu Nachforschungen an, wie es wohl aktuell um das Thema Videoblogging – kurz Vlogging – in Weinblogs bestellt sein mag. Denn gerade wenn es um Verkostungen geht, bietet ein Videoblog doch deutlich mehr Möglichkeiten als ein reiner Text – allenfalls gespickt mit ein paar Bildern. Und gleiches gilt – im konkrenten Fall – natürlich auch für die virtuelle Begegnung mit diesem „alten Hasen“ im Weingeschäft und seinen Schätzchen.

Also machte ich mich auf die Suche nach relevanten deutschen oder zumindest doch deutssprachigen Vlogs, die dem Themenspektrum Wein zuzuordnen sind und muss zunächst mal konstatieren: das hatte ich mir deutlich einfacher vorgestellt! Deshalb hat die nun folgende Auflistung auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie bildet lediglich mein rein subjektives Suchergebnis ab und darf natürlich jederzeit gerne ergänzt werden! 🙂

Nach „Wein am Limit“ war das erste Blog, auf das ich stieß (und welches mir auch danach immer wieder begegnete), Bottleplot von Marlene Duffy, laut captaincork sogar der erste deutsche Vlog zum Thema Wein. Zwar wird die Seite bei entsprechender Eingabe ins Google-Suchfeld immer noch ganz vorne gerankt und man findet auf den entsprechenden Seiten tatsächlich tolle Videos, die Tatsache, dass der letzte Beitrag mittlerweile schon über ein Jahr her ist, zeigt allerdings, dass die Geschichte – aus welchen Gründen auch immer – irgendwie eingeschlafen ist. Genauso verhält es sich bei Dirk Würtz mit seinen 100° Oechsle, der zwar seit April 2011 offenbar nicht mehr selbst „gevloggt“ hat, sich aber noch im letzten Jahr dem Thema Videoblogging mal aus der „Betrachterperspektive“ gewidmet hat.

Bei den Trefferanzeigen auf der Suche nach Wein-Videoblogs bei Google auch noch relativ weit vorne mit dabei ist fineliquids.de. Aber auch hier: letzter Eintrag: 20. Mai 2012! Weitere Funde: Der Winepunk auf Youtube und per eigener Page: Anfangs regelmäßige Beiträge, sein letzter Beitrag ist derzeit allerdings auch schon wieder vier Monate her. Weiterhin sehr aktiv dagegen: Andreas Windisch auf www.barriquehaus.de, mit dem letzten videobasierten Beitrag vom 17. Februar 2013, zum Erscheinungszeitpunkt dieses Artikels also noch keine Woche alt.

Sehr rege in Sachen Weinvideo ist bekanntlich auch TVino, aber nicht alles, was mit Wein und Video und Online zu tun hat ist auch ein Blog im hier gemeinten Sinne. Und weil es bei TVino nicht in erster Linie um Berichterstattung und Meinungsaustausch, sondern ums Verkaufen dreht, möchte ich das Portal an dieser Stelle lieber ausklammern. 

Bleiben auf meiner Liste noch Drunkenmonday und Piero Sini. Für ersteren gilt, was in den meisten oben beschriebenen Fällen auch die Regel ist: Sehr interessante Beiträge – bis etwa März 2011. Danach wurde auch weiterhin fleißig gebloggt, aber eben nicht mehr gevloggt. Ganz im Gegensatz zu – last but really not least – Piero Sini, der  hier den wahrhaft krönenden Abschluss bilden soll. Sehr professionell aufgezogen, sehr aktiv bis zum heutigen Tag und nicht zuletzt auch immer sehenswert ist in meinen Augen dieser Blog.

Fazit: Mein persönlicher Eindruck ist, dass sich das Vlogging – zumindest was das Thema Wein betrifft – nicht dauerhaft und umfassend etablieren konnte und dass Konstanten wie Piero Sini und Hendrik Thoma zumindest bislang eher die Ausnahme als die Regel darstellen. Woran mag´s liegen? Zu großer Produktionsaufwand bei gleichzeitig zu wenig öffentlichem Interesse? Eigentlich schwer vorstellbar, sollte doch die Audiovisualität und damit das Ansprechen von zumindest zwei Sinnen zu so einem sinnlichen Thema wie Weingenuss und Weinverkostung fast noch besser passen als das eher „monosensuale“ Blogging.

Ich bin gespannt, wie Ihr die Sache seht – und natürlich auch auf Hinweise, welche guten deutschsprachigen Wein-Videoblogs hier unbedingt auch noch Erwähnung finden sollten!

 



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20.02.2013 von:
20
Feb
Janina
von

Zeitreisen und Zukunftsaussichten beim Weingut Fitz-Ritter in Bad Dürkheim

Ein Besuch beim Weingut Fitz-Ritter kann zu einer wahren Zeitreise werden – wer das herrschaftliche Anwesen betritt, merkt sofort: Hier weht ein historisches Lüftchen!

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Das denkmalgeschütze Gutshaus des Weinguts

Und der erste Eindruck bestätigt sich, denn das seit 1785 bestehende Weingut hatte tatsächlich Anteil an einer wahrhaft historischen Stunde: 1832 erhoben sich die Pfälzer gegen die königlich bayerische Oberherrschaft und zogen in einem Protestmarsch auf das Hambacher Schloss. Unter ihnen waren auch zahlreiche Winzer, von denen einer eine Fahne mit der Aufschrift „Die Weinbauren müssen trauren“ trug – das war Johannes Fitz, wegen seiner auffällig roten Haare auch „Der Rote“ genannt. Als Revolutionär wurde er verfolgt und floh nach dem „Hambacher Fest“ nach Frankreich, um seinen Verfolgern zu entgehen. Die Flucht führte ihn in die Champagne, von wo er mit einem wahren Schatz zurückkehrte: Dem Geheimnis der Sektbereitung. So machte er das Weingut zur zweitältesten Sektkellerei Deutschlands! Davon zeugt heute ein Sektmuseum, das sich im Sandsteinkeller des Gutshauses befindet.

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Johann Fitz (l.) im historischen Keller

Noch viele weitere historische Anekdoten lassen sich rund um das Weingut entdecken, doch genug von der Vergangenheit: 2007 zog mit Johann Fitz ein frischer Kopf in den Betrieb ein, der die Familientradition in neunter Generation fortführt und gleichzeitig deutliche Schritte in Richtung Zukunft geht. So hat er einen ehemaligen Kuhstall, den man durch den als schönsten Garten an der Deutschen Weinstraße ausgezeichneten Gutspark erreicht, in einen Eventsaal mit großer Veranda umgestaltet. Hier finden Veranstaltungen aller Art über Hochzeiten, Tagungen und Konzerte statt. Eine Vinothek in ähnlichem Stil befindet sich gerade in der Entstehung – besonderes Highlight hier wird ein kleines Weinmuseum werden, das den Besucher in die Welt der Fitz’schen Keller entführen wird. Außerdem hat Johann Fitz die sogenannte „RebArena“ anlegen lassen: Ein Areal mitten im Hauswingert direkt neben dem Gutshaus. Dort findet eins der jährlichen Veranstaltungshighlights unter freiem Himmel statt: Bei der „Winerotation“ präsentieren Winzer von überall her ihre besten Tropfen! Dieses Jahr steigt das Event am 19. Mai – dabeisein lohnt sich!

FitzRitter2

Die „RebArena“ – der perfekte Ort für besondere Veranstaltungen

Als VDP-Gründungsmitglied gehört das Weingut Fitz-Ritter seit über 100 Jahren zur deutschen Weinelite. Die rund 25 Hektar Rebfläche werden streng ökologisch bewirtschaftet und mit einem vielfältigen Sortenspektrum, das klassischerweise der Riesling dominiert, tritt das Weingut sowohl national wie auch international auf. Für Johann Fitz ist dabei wichtig: Es seien besonders die Lagen, die die internationalen Kunden überzeugen könnten. Denn vieles könne kopiert werden – das wüssten die Chinesen, bei denen er oft zu Gast ist, am besten – doch eine Lage mit ihrem Boden und besonderen Mikroklima könne es nur einmal geben. Und genau das sei es, was die Fitz’schen Weine im internationalen Vergleich einzigartig mache!

Weinlese des Weinguts Fitz Ritter in Bad DŸrkheim

Das Fitz-Ritter-Team im Innenhof des Weinguts

Der Besuch beim Weingut Fitz-Ritter lohnt sich also definitiv – vielleicht zur „Winerotation“ im Mai oder schon im April, wenn die neue Vinothek eröffnet werden soll!

Mehr über Bad Dürkheim und seine Winzer kann man hier erfahren!



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18.02.2013 von:
18
Feb
Janina
von
Kategorie: Aktiv im WeinReich,

Ein (bio)dynamisches Talent – das Weingut Pflüger in Bad Dürkheim

Tee und Kräuterkur für die Reben? Warum nicht! Diesen Luxus sind die Rebstöcke des Weinguts Pflüger längst gewohnt – der Familienbetrieb mit über 100jähriger Tradition ist seit 1989 Ecovin– Mitglied und hat sich zudem 2007 mit seiner Mitgliedschaft bei Demeter der biodynamischen Landwirtschaft verschrieben. Nur wenige Weingüter sind hier dabei!

Pflüger2

Vor zwei Jahren hat Alexander Pflüger – studierter Oenologe mit internationaler Erfahrung – den Betrieb, der 19 Hektar Rebfläche bewirtschaftet, von seinem Vater Bernd übernommen. Beim Ausbau seiner Weine wird er von zwei Gedanken besonders geleitet: Zunächst von der Idee der Biodynamik, die noch über die biologische Bewirtschaftung hinausgeht. Unter dem strengen Verzicht auf jegliche synthetische Stoffe wird der Weinberg als lebendiger Ort betrachtet, der in einen natürlichen Kreislauf eingebunden ist. Durch Pflanzenstärkung und Düngung mittels natürlicher Substanzen und Begrünung gibt der Winzer Anstöße und nimmt sich dann weitgehend zurück. Auch bei der Kellerwirtschaft setzt Pflüger auf eine „defensive“ Strategie und versucht, nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich in die natürlichen Prozesse einzugreifen.

Pflügers zweiter Leitgedanke: Seine Weine sollen als Repräsentanten ihrer Lagen verstanden werden. Und je mehr sich der Winzer zurücknimmt, desto mehr können die Weine ein getreuer Abdruck der Lage sein! Die deutschen Prädikatsstufen hält Pflüger für nicht mehr zeitgemäß – schließlich könne man auch aus minderwertigen Böden eine Spätlese herauspressen. Solche „Prädikatsklimmzüge“ möchte er vermeiden und verzichtet bei seinen Weinen mit Ausnahme der Restsüßen auch auf die Bezeichnungen. Dagegen sei die Weinbeschreibung durch Lage und Jahrgang deutlich ehrlicher, denn durch diese würde der Wein schließlich am meisten geprägt! Im Übrigen ist der Betrieb in Bezug auf seine Lagen auch bestens ausgestattet: In den meisten bedeutenden Dürkheimer Lagen hat er Rebfläche, darunter zum Beispiel auf dem terrassierten Michelsberg, der direkt vor den Toren des Gutes liegt.

Pflüger

Alexander Pflügers Philosophie kommt an: Seit 2010 darf sich das Weingut zum auserwählten Kreis der VDP-Talente in der Pfalz zählen! VDP-typisch ist das Sortenspektrum schon jetzt recht konzentriert, wobei der Fokus auf den klassischen Sorten Riesling und Spätburgunder liegt. Ziel sei es, so Pflüger, das Spektrum in Zukunft noch weiter zu straffen und auf überschaubare drei weiße und drei rote Sorten zu reduzieren. Ganz in VDP-Manier ist das Angebot jetzt schon in Gutsweine, Ortsweine und Lagenweine untergliedert – wir dürfen gespannt sein, was die Zukunft für die Pflügers bringt!

Natürlich sollte man sich die Lagenrieslinge aus dem Hause Pflüger nicht entgehen lassen! Zu empfehlen ist außerdem der 2011er St. Laurent aus der Lage „Friedelsheimer Kreuz“: Unter strenger Selektion gelesen hat dieser im Barrique an Tiefe gewonnen – ein internationaler Typ mit Pfälzer Wurzeln!

Mehr über Bad Dürkheim und seine Weinwelt gibt es hier zu lesen.



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16.02.2013 von:
16
Feb
Janina
von

Weinerlebnisse in historischen Gemäuern beim Weingut Zumstein

100 Meter in den Fels – wo so mancher von uns doch lieber umkehrt, um zurück ans Tageslicht zu kommen, dort fühlt sich der Wein des Gutes Zumstein in Bad Dürkheim richtig wohl. Denn in den beiden Stollen, die den größten Felsenkeller der Pfalz bilden, herrschen konstante 12 Grad und das sorgt für optimale Bedingungen!

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Bereits 1415 findet sich für das Weingut eine erste urkundliche Erwähnung. Ein historisches Gemäuer aus dieser Zeit ist erhalten geblieben und beherbergt heute ein Restaurant. Seit 1765 taucht dann auch der Name Zumstein auf. Der bereits erwähnte Felsenkeller kam Mitte des 19. Jahrhunderts dazu, genauso wie eine herrschaftliche Villa. Sie fällt heute jedem, der von Bad Dürkheim nach Kaiserslautern fährt, in auffälligem Grün sofort ins Auge. Ende der 1980er Jahre übernahm die Familie Renzelmann das traditionsreiche Gut und hat es seitdem stetig weiterentwickelt: So gibt es für den Zumstein-Besucher nicht nur die Weine aus dem Felsenkeller zu entdecken, sondern auch eine abwechslungsreiche Speisekarte. Außerdem bietet die Familie einen großräumigen Gewölbekeller als Ort für Veranstaltungen jeder Art. Auch Erlebnisse rund um den Wein können gebucht werden, über Weinproben bis zu einem Tag Mithelfen bei der Weinlese. Und wer dann gar nicht mehr gehen möchte, kann sogar im historischen Gemäuer übernachten, denn auch für Gästezimmer ist gesorgt.

Zurück zum Wein: Das Gut Zumstein nennt ungefähr 15 Hektar Rebfläche in besten Dürkheimer Lagen sein Eigen. Darunter findet sich zum Beispiel auch der „Dürkheimer Fuchsmantel“ – die sonnigen Terrassenlagen mit ihren abwechslungsreichen Böden schätze er besonders, meint Besitzer Dirk Renzelmann. Das Sortenspektrum wird – passend zu den heimischen Böden – dominiert vom Riesling, auf Seite der Roten steht der Spätburgunder an der Spitze.

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Die Weinempfehlung des Winzers: Die Cuvée-Kollektion „Luna“ hat für jeden Geschmack etwas zu bieten und besteht aus einer Weiß-, einer Rosé- und einer Rotweincuvée. Der Vorteil für den Kunden: Da es sich um Cuvées handelt, kann jedes Jahr ein Wein von gleichem Charakter erzeugt werden – wer sich einmal in „Luna“ verliebt hat, muss sie also nicht mehr hergeben!

Informieren Sie sich hier über das breit gefächerte Angebot des Weinguts Zumstein!

Mehr über Wein und Genuss in Bad Dürkheim kann man hier erfahren.



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14.02.2013 von:
14
Feb
Janina
von

Mitten im Dürkheimer Leben – das Weingut Theis Heissler

Gelegen am Bad Dürkheimer Obermarkt, im Herzen der Stadt, ist das Weingut Theis Heissler von dort gar nicht mehr wegzudenken. Seit der Gründung 1893 durch Wilhelm Keller änderte es zwar seinen Namen, blieb aber in direkter Linie in Familienhand und wird heute von den Geschwistern Sibylle und Lutz Heissler in der vierten Generation geführt.

Nicht nur den Namen hat das Gut seitdem geändert, sondern auch sein Aussehen: Die junge Generation hat dem 1945 erbauten Gebäude ein neues Antlitz verliehen. Während man sich vorher hinter kleinen Fenstern in dunklen Probierstuben versteckte und nur ausgewählten Kunden seinen Wein näher brachte, haben Sibylle und Lutz entschlossen, die Nähe zum Marktplatz zu nutzen. Die Fenster wurden größer und aus der Probierstube wurde ein heller, einladender Verkaufsraum mit Ladengeschäftcharakter. Durch eine Glasscheibe sind das Flaschenlager und sogar die gutseigene Abfüllanlage sichtbar – man will am Stadtgeschehen teilnehmen und den Leuten zeigen: Ja, der Wein der hier verkauft wird, wird auch hier gemacht!

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Passend dazu sind die Heisslers bei jeder Freiluftveranstaltung, die auf dem Obermarkt stattfindet, für die in der Pfalz bekanntlich essentielle Weinversorgung zuständig. Etwas ganz besonderes ist hierbei das „Marktfrühstück“: Von April bis Oktober lädt das Weingut immer am ersten Samstag im Monat auf den Obermarkt ein. Am Vormittag sorgen verschiedene regionale Musiker und natürlich die Heissler’schen Weine für Stimmung. Und wer die Dürkheimer kennt, weiß, dass jede Gelegenheit, bei guter Musik und gutem Wein zusammenzusitzen, ausgenutzt wird – so ist das „Marktfrühstück“ mittlerweile fester Bestandteil des Stadtlebens geworden.

Das Weinangebot gliedert sich in ein Basis- und eine Premiumsegment. Durch ein breites Angebot ist für jeden Geschmack und jeden Anlass etwas zu finden. Grundsätzlich ökologisch orientiert setzen die Geschwister im Weinberg auf den kontrolliert umweltschonenden Weinbau (KUW-Mitglied) und schonen durch den vollständigen Verzicht auf Chemikalien ihre Böden. Insgesamt verarbeiten und vermarkten die Heisslers die Erzeugnisse von 15 Hektar Rebfläche. Darunter finden sich auch Dürkheimer Toplagen wie der Fuchsmantel und der Rittergarten.

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Insgesamt präsentiert sich das Weingut Theis Heissler als traditioneller Familienbetrieb mit Innovationswillen und vor allem viel Spaß an seinen Weinen. Die Weinempfehlung der Winzer: Die trockene Auslese „Riesling Nr. 13“, gewachsen in der Traditionslage Rittergarten, präsentiert sich kraftvoll und dennoch elegant und lockt in der Nase mit reifen gelben Früchten.

Mehr über Bad Dürkheim und seine Winzer gibt’s hier zu lesen!



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12.02.2013 von:
12
Feb
Hans Wilhelm
von
Kategorie: Weinreich-Scout,

Besuch bei Meurer´s Teil II – Das Essen

Ich hatte Euch ja letzte Woche hier im Blog mitgenommen auf eine kulinarische Reise in die Pfalz – genauer gesagt zu den Gebrüdern Meurer. Hier nun der noch ausstehende Bericht über die Gaumenfreuden, die mich dort erwarteten.

Dreierlei von der Gans Vorspeise_gedreht

Beginnend mit dem Dreierlei von der Gans an Feldsalat mit Kernöl zeigte sich, dass beim Meurer nicht nur Meistergärtner, sondern auch Meisterköche zu Werke gehen. Denn das herzhaft-harmonische Trio von der Gans, unter dem die mit Limette und Preiselbeerchutney gefüllte Praline hervorstach, ergänzte sich hervorragend mit dem frischen und von Walnussöl umspielten Salat. Wiederum eine gelungenes Stelldichein gaben sich die Röstaromen der gebratenen Gans mit den fruchtigen Noten (von Banane, Apfel und gelben Früchten) des 2011er Grauburgunders aus dem Weingut Weik, dessen zarter Schmelz den gelungenen Auftakt schließlich gemächlich abrundete.

Suppe Meurer

Als Zwischengericht offenbarte sich eine Creme von Pfeffermakrelen mit Meerrettichsahne, die sich wiederum durch das bedächtige Zusammenspiel von feiner Würze und rauchigen Noten einerseits, sowie zartem Fleisch und sämigem Geschmack andererseits auszeichnete. Hierzu kredenzen Meurers einen 2011er Rosé Clarette aus dem Weingut Knipser, dessen zarte Pastelltöne und schlanke Struktur mit dem feinen Gericht liebevoll anbandelt.

Den vorläufigen Höhenpunkt des sinnlichen Menüs sollte aber der weiße Heilbutt auf Artischocken-Fenchelragout markieren, welcher mit einer gewagten Kombination von Rote-Beete-Nudeln und Safran-Sauce serviert wurde. Der größte Vertreter der Plattfisch-Familie geht dabei mit seinem zarten, mild-würzigen und feinen Jod-Aroma eine lukullische Liaison mit den feinherben Artischocken ein, die von der eher süßlichen Pasta keck akzentuiert wird. Die feinen Aromen vom Anis harmonieren indes vorzüglich mit dem nach Mango und Ananas schmeckenden, kraftvollen, 2011er Riesling Kabinett Maushöhle aus dem Weingut Mosbacher.

Dessert II Meurer

Annähernd so mediterran wie in Meurers Garten wurde es beim Dessert, einem Bratapfel-Semifreddo mit Rumfrüchten, welches hervorragend zur heimeligen Jahreszeit passt. Denn das halbgefrorene Parfait verzückt mit einem intensiven Geschmack nach Apfel und Zimt, der von den durchgezogenen Rumfrüchten (bestehend aus Orangen, Aprikosen, Pflaumen, Erdbeeren, Sauerkirschen, Brom- und Himbeeren) gleichermaßen erfrischend wie lauschig untermalt wird. Auch wenn der besagte Garten zurzeit nicht in vollem Glanz erblüht, wurde es – dank des 2011er Riesling und Gewürztraminer des Weingutes Wendel – zum Abschluss noch einmal richtig blumig: sein nachhallendes Bukett von Rosen macht schon jetzt Lust auf Frühling.

RPT Fotoshooting Rad und Wein 2009

Eine andere Art von Frühling erlebten die aufgebrachten Revolutionäre beim legendären Hambacher Fest, das häufig noch (gemeinsam mit ähnlichen Sternstunden der Geschichte) als Ursprung der späteren Bundesrepublik gesehen wird. Weit weniger hoch her als im frühen Sommer 1832 geht es heute auf dem Hambacher Schloss zu, welches seine historischen Pforten nunmehr für Ausstellungen, Konzerte, Vorträge, Tagungen, Hochzeiten und vieles mehr öffnet. Auch die Teilnahme an einer der täglichen Führung (ca. 45 Minuten) sei zu empfehlen, wobei eine dreiviertel Stunde wohl kaum reicht, um das legendäre Kastell vor den Toren Neustadts zu erkunden.

Wer sich nun ein Wiedersehen mit den (eingangs erwähnten) Geschichten der Gebrüder Grimm erhofft hat, den muss ich leider enttäuschen. Märchenhaft ist diese kleine Welt aus venezianischer Baukunst und mediterraner Fauna in Großkarlbach zweifellos, Rotkäppchen und Co. finden sich hier jedoch nicht. Obwohl: als edelmännische Gastgeber lesen ihnen die Meurers gewiss auch diesen Wunsch von den Lippen ab.



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8.02.2013 von:
8
Feb
Janina
von

Der Dambach’sche Garten – ein Dürkheimer Geheimtipp!

Einer der schönsten Gärten der Pfalz soll er sein: Der Garten der Familie Dambach mitten im Bad Dürkheimer Kurpark. Und logischerweise beheimatet er auch eines der schönsten Weinfeste: Das Grottenfest findet seit über 30 Jahren am letzten Augustwochenende statt und ist ein echter Geheimtipp.

Dambach

Was macht ihn so besonders, diesen Garten? Die Dambach ́s seien damals, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, wohlhabende Leute gewesen, meint Herbert Dambach. Seit 1856 habe die Familie das Weingut geführt und dann 1898 das Gelände mitten in Dürkheim erworben, um hier einen großzügigen und schicken Park anzulegen – dort sei man dann eben mittags zum Kaffeetrinken hingegangen, so Dambach. Aus dieser Zeit stammen auch die Highlights, die der Park dem Besucher noch heute bietet: Allen voran eine Grotte, erbaut aus natürlicher Lava, die eigens aus Thüringen importiert wurde. Die Grotte ähnlich einer Tropfsteinhöhle mit Sonnenterrasse, auf der es sich früher die feinen Damen gut gehen ließen. Auch botanisch hat der Garten einiges zu bieten: So findet sich ein über 100 Jahre alter, original amerikanischer Mammutbaum, außerdem ein Ginkobaum und weitere seltene Gewächse. Begrüßt wird der Besucher von einer Figur der Göttin Flora, die der Kunstliebhaber Carl Friedrich Dambach von der Pariser Weltausstellung 1911 mitgebracht hatten. Es handelt sich übrigens nicht um eine Mamorstatue, wie man wegen der weißen Farbe meinen könnte. Nein, die Bronzefigur wurde von dem besorgten Besitzer weiß gestrichen, um sie während der Weltkriege vor dem Einschmelzen zugunsten der Rüstungsindustrie zu retten.

Viele weitere solcher Geschichten könnte Herbert Dambach über seine umtriebigen Vorfahren erzählen, denn der Garten birgt noch viele Schätze. Und er ist das perfekte Aushängeschild für das Weingut, das seine Weine während des Grottenfestes Besuchern von nah und fern näher bringen kann. Das Gut selbst befindet sich in der Hinterbergstraße in Bad Dürkheim, gleich in der Nähe von der eigenen Weinstube „Zur Keschdedell“, wo Dambach ́s Wein und Pfälzer Spezialitäten zusammenkommen.

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Das Weingut Nickels Dambach – es handelt sich übrigens nicht um einen Doppelnamen, denn „Nickels“ ist der norddeutsche Vorname vom Vater des jetzigen Besitzers – bietet ein breites Angebot für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Besonders beliebt ist der „RieSecco“, der in zwei Varianten angeboten wird: Der gute Rieslingsecco wird verfeinert mit den natürlichen Aromen von Waldhimbeere oder Feige und findet so gerade bei der Damenwelt großen Anklang!

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Also, den Termin (22. Aug. – 27. Aug. 2013) für’s Grottenfest vormerken und dabei sein!

Mehr über Bad Dürkheim und seine Winzer, gibt es hier zu lesen.



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7.02.2013 von:
7
Feb
Victoria
von
Kategorie: Nahe,

Charity schmeckt: Der Tour-der-Hoffnung-Wein vom Weingut Schild

Neulich, an einem kalten, verschneiten Januartag, verschlug es meine Kollegin Anja und mich zu einem ganz besonderen Termin ins schöne Naheland, genauer gesagt nach St. Katharinen. Wer sich fragt, was wir dort in diesem kleinen verschlafenen Flecken Außergewöhnliches suchten (außer dass es direkt daneben einen Ort namens „Sommerloch“ gibt, was aber eher dafür spricht, dass hier auch in der warmen Jahreszeit kein Hochbetrieb ist) dem sei gesagt, dass hier Jahr für Jahr ein ganz besonderer Wein entsteht.

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Denn das Weingut Schild, das mittlerweile in der fünften Generation geführt wird (die 6. Generation hatte just eine Woche vor unserem Besuch in Gestalt von Julius Schild das Licht der Welt erblickt) produziert alljährlich den Tour der Hoffnung-Wein. Für alle, denen die Tour bis dato noch kein Begriff ist: Seit 1983 findet diese über mehrere hundert Kilometer führende Benefiz-Radtour zur Unterstützung krebskranker Kinder in Deutschland statt, jedes Jahr in anderen Regionen. Dabei sammlen prominente Teilnehmer Spenden in den durchfahrenen Orten. Begleitend zur Haupttour findet zudem in Rheinland-Pfalz eine VOR-TOUR der Hoffnung statt. Bis 2007 konnten so bereits über 24 Millionen Euro gesammelt werden.

Die Schilds – selbst begeisterte Hoffnungs-Radler – machten sich nun Gedanken, wie sie mit eigenen Mitteln einen Beitrag zur Unterstützung der Tour leisten könnten und hatten die Idee, einen Tour-der-Hoffnung-Wein zu produzieren. Die Erlöse dieser  Sonderedition kommen inzwischen seit 2011 vollständig der Tour zu Gute, sodass die Schilds mittlerweile bereits 1248 Euro der Spendenkasse zuführen konnten. Anja und ich hatten nun also das Privileg, den potenziellen neuen Hoffnungswein schon einmal vorzukosten. Dafür wurden wir von der ganzen Familie Schild sehr herzlich empfangen und zunächst durch den Betrieb geführt.

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Das Weingut der Schilds ist eines von 4 Vollerwerbsweingütern in St. Katharinen und kann – wie bereits erwähnt – schon auf eine recht lange Tradition zurückblicken. Der Betrieb umfasst heute rund 12 Hektar Rebfläche rund um St. Katharinen, die hauptsächlich mit Riesling, aber auch mit Weiß- und Grauburgunder sowie Portugieser und Dornfelder bestockt sind. Betriebsnachfolger Johannes Schild engagiert sich über die normale Arbeit im Betrieb hinaus auch noch in der Winzervereinigung Nahe Sieben, die dieses Jahr passenderweise das siebte Jahr ihrer Existenz feiern kann.

Der Tour-der-Hoffung-Wein wird jedes Jahr aus unterschiedlichen Rebsorten produziert, je nachdem, was in der traditionellen Vorprobe eines eingeschworenen Hoffnungsradler-Kreises für gut befunden wird. Im letzten Jahr waren es beispielsweise ein Sauvignon Blanc und ein Grauburgunder. Für 2013 plant Jörg Schild einen Riesling, liebäugelt aber auch noch mit einem Spätburgunder, damit auch Rotweinfans auf ihre Kosten kommen. Den Riesling hatten wir an besagtem Tag – noch ungefiltert und vom Fass gezapft – nun zwar bereits im Glas. Aber weil die letzte Entscheidung, welcher Wein es denn nun wird, voraussichtlich erst Mitte März fällt, müsst Ihr Euch mit einer ausführlichen Verkostungsnotiz noch ein wenig gedulden. Aber wer weiß, vielleicht machen Anja und ich uns ja in zwei Monaten wieder auf nach St. Katharinen, dann auf zwei statt auf vier Rädern… Die Einladung der Schilds jedenfalls steht schon mal :-).

Erwerben könnt Ihr den neuen Tour-der-Hoffung-Wein dann voraussichtlich ab April 2013 wieder direkt beim Weingut Schild!

Übrigens: Die Tour findet Ihr auch bei Facebook unter www.facebook.com/hoffnungsradler

 



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Wein in Deutschland genießen - Auf Weinreise im WeinReich Rheinland-Pfalz.

Ob Weinprobe, Weinwanderung, die Kombination von Wein & Kultur , Urlaub auf dem Winzerhof oder Weinreise in einer derWeinregionen Deutschlands, das WeinReich Rheinland-Pfalz bietet Freude für Geist und Gaumen. Wein und Kulinarik werden aufs Beste in den Sterne-Restaurants oder beim Besuch einer Straußwirtschaft kombiniert