Das fing doch schon mal gut an: Christian brachte das Brötchen mit und ich den Cappuccino … und auch die Bahn war pünktlich und fuhr kurz vor acht Uhr planmäßig los. Nur eines hatte ich vergessen: den Sekt! Sektfrühstück in der Bahn … das hatten wir eigentlich schon mal … das war auch schön – doch ich habe es verpennt
Nächstes Mal …
Aber, wir freuten uns auf das VinoCamp 2012 auf dem Campus Geisenheim. Wer würde alles da sein? Welche Themen sollten in den sessions diskutiert werden? Wie kommen unsere mitgebrachten Weine in der sozialen Weinprobe an? Fragen über Fragen …
Die ersten wurden dann auch direkt in der Eröffnungs-Vorstellungs-Runde erörtert. Dirk Würtz und Thomas Lippert begrüßten rund 140 VinoCamp-Teilnehmer aus unterschiedlichsten “Bereichen”: Winzer waren vor Ort, Weinhändler, food-blogger, PR-Agenturen, Studenten und und und … eine bunte Mischung!

VinoCamp 2012 Eröffnung durch Dirk Würtz und Thomas Lippert
Der Großteil bestens ausgestattet … auf der twitter wall #vcd12 war einiges los, so dass auch Interessierte aus der Ferne nur wenig verpasst haben. Ein Gruß an dieser Stelle an Iris nach Frankreich

iPhone, iPad ... teilen, twittern, posten - Christian auf dem VinoCamp 2012
Das Schöne am VinoCamp: man trifft auch mal die Personen, die man sonst nur über twitter, weinrallye etc. virtuell kennt. Und so lernten sich dann auch der küchenjunge, also Christian, und der winzerblog, also Thomas kennen.

küchenjunge trifft winzerblog
Meine (Eike) besuchten sessions:
- Kundenbindung
- Social Media: Facebook, twitter & Co.
- bag in box
- Ist billig gut oder schlecht?
- Soziale Weinprobe: Riesling
Die erste von mir besuchte Session wurde von Michael Berger, von der Agentur das team, geleitet. Hier ging es um Kundenbindung, Markenbildung, Markenpersönlichkeit und Zielgruppen : Zwei Aussagen, die mir in Erinnerung geblieben sind, stammen von Cordula Eich, SuperSchoppenShopper: “Jede Flasche Wein müsste sich als Marke definieren.” – also, bevor man sich über Kundenbindung einen Kopf macht, sollte man an das Produkt selbst rangehen und auch über die Persönlichkeit des Winzers. Zweites Zitat “Ein treuer Kunde ist wichtiger als ein neuer Kunde.” Kernaussage der Teilnehmer war auch, dass Weinvermarkter den Mut haben sollten, nicht alle (Weinkonsumenten) zu bedienen, sondern sich eine Zielgruppe definieren und diese dann über die entsprechenden Kanäle bedienen.

session Kundenbindung mit Michael Berger
In der “Social Media-session” skizzierte Dirk Würtz u.a. sein Facebook-App-Projekt “pay what you want”. Ein Weinshop via Facebook – funktioniert das? Nach Ostern ist dieser online und wir schauen uns das dann auch mal genauer an. Spannend und ein bisschen erschreckend zugleich war der Diskussionsansatz, wie Blogger auf “PR-Maßnahmen” reagieren, z.B. wenn sie zu Pressereisen eingeladen werden. Hier kam schnell der Tenor der “Bestechung” auf – aber auch: dass es eben jeder selber wissen müsse, ob und wie er auf solche Einladungen reagiert und wie er die Ergebnisse umsetzt. “Mich kann man mieten.”, war allerdings auch eine eindeutige Ansage
Ein klares Autorenprofil des Gastbeitrages scheint grundsätzlich ein gehbarer Weg zu sein.
Die soziale Weinprobe: Rieslinge
Durch das Programm führte Ralf Kaiser. Und er hatte so mache Riesling-Perlen mitgebracht: Ob aus den 80er Jahren oder aus den Staaten. Die Spanne war unheimlich breit und die TeilnehmerInnen überrascht, begeistert, ablehnend … ja, so unterschiedlich die Reaktionen auf all die Rieslinge. Ein paar aus Rheinland-Pfalz waren natürlich auch dabei. Eine Auflistung aller probierten Weine soll in den nächsten Tagen folgen; ich hatte irgendwann aufgehört zu zählen… In der Summe: Seeeehr spannend!

Kräftig eingeschenkt: Ralf Kaiser leitet die soziale Weinprobe "Riesling"

Insider: USB-Weine

Die soziale Weinprobe: Blindverkostung Pinot
Die Blindverkostung Pinot hat Christian erfolgreich absolviert und sich durch 18 Pinots aus der ganzen Welt gekostet. Der Schnutentunker hatte zu dieser Sozialen Weinprobe geladen und die Teilnehmer gebeten, für diese Verkostung passende Pinots mitzubringen. Im Blindflug musste man dann versuchen, zu erschmecken, ob dieser Pinot aus Deutschland oder dem Rest der Welt kommt. Danach musste man diesen Wein noch für sich auf einer Skala von -1 bis 3 bewerten. Christian konnte dort mit seinem Spätburgunder Signatur 2009 vom Weingut Burggarten/Ahr sogar den ersten Platz einstreichen. Eine schöne Zusammenfassung zu dieser Blindverkostung gibt es hier.
Und, wer im Rahmen der “eigenen sozialen Weinprobe” nicht genug verkostet hatte, konnte dann natürlich auch bei den anderen probieren

Ausprobiert: Treffpunkt um Weine der sozialen Weinproben zu verkosten
VinoCamp 2013? Wir sind auf jeden Fall wieder dabei!
Weitere Berichte / Fotos etc.
Christians Rückblick
VinoCamp auf mixxt mit Dokumentation 2012
Die Offizielle: VinoCamp-Blog/Website
Flickr-Stream vom Fotografen Andreas Baldauf









Und hier viele viele Links zu vielen vielen Blogbeiträgen von VinoCamp-Teilnehmern/Innen. Großartig: http://wuertz-wein.de/wordpress/2012/03/20/vinocamp-lesestoff/
Super vielen Dank für die Eindrücke und die Zusammenfassung.