Am 24. September 2011 ist es soweit, dann findet in Neustadt an der Weinstraße der Vorentscheid zur Wahl der Deutschen Weinkönigin statt und dann eine Woche später das große Finale. Für den Mittelrhein tritt zur Wahl an die amtierende Mittelrheinweinkönigin Anna Klapper aus Boppard.
Ich traf Anna zu einem Interview in unserer Vinothek an der Loreley in St. Goar. Und so beantwortete Sie mir bei einem Glas Riesling ein paar Fragen über Ihr Amt und die Erwartungen an die Wahl zur Deutschen Weinkönigin

Wolltest du schon immer Mittelrhein-Weinkönigin werden?
Bzw. wann hast du den Entschluss gefasst dich der Wahl zu stellen?
Anna: Nein, eigentlich nicht. Ich wollte eigentlich Bopparder Weinkönigin werden, doch das Amt war schon vergeben und so bekräftigten mich meine Bekannten mich direkt zur Wahl zur Mittelrheinweinkönigin zu stellen und dies tat ich dann auch.
Welche Aufgaben als Weinkönigin magst du am liebsten?
Anna: Den direkten Kontakt zum Endverbraucher.
Welches war bisher dein schönstes Erlebnis als Mittelrhein-Weinkönigin?
Anna: Das Weinforum in Bonn
Und welches dein Verrücktestes?
Anna: Ich hatte einen kleinen Wildunfall auf dem Weg zu einem Weinseminar in Emmelshausen, als ich dann mit etwas Verspätung eintraf war es das Thema Nr. 1 und die Teilnehmer meinten ich hätte das Wild für den Wein auch direkt mitbringen können. Man nennt mich auch schon Königin der Schiffshavarien, weil in meiner Amtszeit bisher soviele Unglücke auf dem Rhein passiert sind, so gab ich z.B. auf der Grünen Woche in Berlin fast mehr Auskunft über die Bergungsarbeiten an der Waldhof als über den Wein.
Wie hat deine Familie, Freunde auf die Wahl zur Mittelrhein-Weinkönigin reagiert?
Anna: Meine Freunde haben mich erst ausgelacht und meinten sogar das ich es nur geworden bin weil ich am meisten trinken könnte. (Anna schmunzelt) Meine Familie war begeistert, sie hatten eigentlich gar nicht damit gerechnet, da man mir eher eine Außenseiterrolle zusagte.
Würdest du gerne noch ein weiteres Jahr im Amt bleiben?
Anna: Ja, direkt, weil der Mittelrhein seinen eigenen Charme hat, welchen ich sehr mag.
Was würdest du anderen jungen Frauen raten, welche einmal Mittelrheinweinkönigin werden wollen?
Anna: Den eigenen Charakter mit ins Amt bringen und vor allem die Fakten die man auch vorstellen muss in interessante Geschichten einbinden, dies bewirkt mehr Aufmerksamkeit bei den Zuhörern.
Freust du dich in Neustadt bei der Wahl zur Deutschen Weinkönigin dabei zu sein?
Anna: Ja, auf jeden Fall. Das wird eine erlebnisreiche und interessante Erfahrung.
Wie sind deine Pläne, falls du die Wahl gewinnen würdest und was ist wenn nicht?
Anna: Frau Specht, von der Mittelrheinweinwerbung, meint zu mir immer das wäre der Supergau für den Mittelrhein, im positiven Sinne natürlich. Aber darüber mache ich mir noch keine Gedanken, im Moment genieße ich alles und lasse es einfach auf mich zukommen. Auf jeden Fall werde ich, wenn ich es werden sollte bestmöglich den deutschen Wein vertreten. Und wenn nicht dann schließe ich in aller Ruhe mein BWL Studium in Mainz ab.
Hast du ein Vorbild, bei deiner Arbeit als Weinkönigin?
Anna: Nein, habe ich nicht, den ich denke jeder sollte seinen eigenen Charakter herausstellen.
Was nimmst du für deine zukünftigen Tätigkeiten mit aus deiner Arbeit als Weinkönigin?
Anna: Freies Reden und der Umgang mit verschiedenen Gruppen von Menschen. Aber auch ein perfektes Zeitmanagement habe ich gelernt.
Wie viele Auftritte hattest du circa?
Anna: etwa 40
Was sind deine Hobbies, welche nix mit Wein zu tun haben?
Anna: Fußball, ich spiele selbst im Verein.
Was ist dein Lieblingswein?
Anna: Ein typischer Mittelrheinriesling, welcher vom Schiefer geprägt ist.
Welche Laster hast du?
Anna: Fußball natürlich, ich bin ein klein bisschen ungeduldig und ein kleiner Dickkopf, manchmal.
Auf was könntest du nie verzichten?
Anna: Ich könnte nie irgendwo länger wohnen wo es viel anders aussieht als hier am Mittelrhein, also Wasser und Berge dürfen nicht fehlen meine ich damit und natürlich auf Wein.
Wie wichtig schätzt du die neuen Medien?
Anna: Ziemlich wichtig, vor allem für Jungwinzer, denn so erreicht man schnell und einfach ein breites Publikum und hat auch einen besseren und direkteren Kundenkontakt.
Nutzt du Sie?
Anna: natürlich
Hast du ein Lebensmotto?
Anna: Alles wird gut!
Wann hattest du deinen ersten Kontakt mit Wein?
Anna: In meiner Kindheit, beim Spielen im Bopparder Hamm.
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