1. Ziel der Laubarbeiten
Ziel ist es eine gute Belüftung in den Weinberg zu bekommen, um das Anfälligkeitsrisiko von Krankheiten zu mindern und gute Qualitäten zu erreichen. Auch die weiteren Bearbeitungsmaßnahmen sollen durch eine gezielte Laubbehandlung unterstützt werden.
2. Ausbrechen
Beim Ausbrechen werden fast alle Triebe, welche aus altem Holz (z.B. Stamm) austreiben beseitigt. Dies hilft den Stock zu entlasten und die spätere Laubwand zu lichten.
Am einfachsten macht man diese Arbeit bei einer Trieblänge von etwa 15 cm, denn so kann man die Triebe von Hand abbrechen und fügt dem Stock keine großen Verletzungen zu.
Diese Arbeit sollte man bei späteren Arbeitsschritten wiederholen, da es immer wieder zu neuen Trieben kommen kann.
3. Heften
Etwa in der Zeit Juni/Juli wird geheftet. Dann haben die Triebe eine Länge von ca. 30-50 cm und sind sehr windbruchgefährdet.
Die Triebe werden beim 1. Heften mit zwei beweglichen Doppelheftdrähten gesichert. Hierbei werden die beim Rebschnitt ausgehangenen Drähte wieder eingehangen und mit Klammern zusammengehalten. Triebe, welche seitlich herausragen, werden eingesteckt.
Ende Juni/Anfang Juli kommen die Triebe bis zum obersten Draht. Auch hier gibt es einen Doppeldraht, wo sie eingesteckt werden können.
Mit einer solchen Erziehungsart läst sich das Heften etwa 3 mal schneller durchführen als bei einer normalen Drahtanlage, bei der die Triebe durchgesteckt und/oder mit Bast angebunden werden müssen.
4. Gipfeln
Wenn die Triebe schon weit über dem obersten Draht stehen, bzw. sich bereits nach unten neigen dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen um zu gipfeln.
Hierbei werden die zu langen Triebe etwa 15-20 cm über dem obersten Draht eingekürzt.
Dieser Arbeitsschritt ist notwendig um die späteren Arbeiten wie z.B. Pflanzenschutzmaßnahmen leichter durchführen zu können und weil je Traube etwa 8-10 Blätter ausreichen.


























